Rostock Seawolves : Erster Auswärtssieg der Saison

Sieben Punkte in knapp zwölf Minuten – das ist die Bilanz von Tony Hicks in seinem ersten Spiel für sein altes und neues Team, die Seawolves aus Rostock.
Sieben Punkte in knapp zwölf Minuten – das ist die Bilanz von Tony Hicks in seinem ersten Spiel für sein altes und neues Team, die Seawolves aus Rostock.

Nach starker Defensivleistung behielten die Wölfe auch im letzten Viertel die Nerven.

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10. November 2019, 15:37 Uhr

Trier | Die weite Fahrt nach Trier hat sich für Rostocks Basketballer gelohnt: Mit 73:68 siegten die Seawolves bei den Gladiators und fuhren damit nicht nur den ersten Auswärtssieg der Saison ein, sondern gewannen erstmals überhaupt beim Team von der Mosel. Entscheidend war dafür eine starke Abwehrleistung.

Offensiv war es hingegen einmal mehr nur eine mäßige Vorstellung der Wölfe. Von der Dreier-Linie lag die Quote bei 29 Prozent, von den Zwei-Punkte-Würfern trafen 54 Prozent ihr Ziel. Geschönt werden die Zahlen durch das erste Viertel, als beide Teams – im Gegensatz zum Rest des Spiels – loslegten wie die Feuerwehr und nach den ersten zehn Minuten 48 Punkte zustande gebracht hatten, haezu gleichmäßig verteilt (25:23). Doch die Spiellust, die unter anderem Malik Pope im zweiten Rostocker Angriff des Spiels mit einem Alley oop (zu vergleichen mit einem Kempa-Trick beim Handball, d. Red.) nach Pass von Martin Bogdanov an den Tag legte, verschwand schnell beziehungsweise wich der Maßgabe von Trainer Milan Skobalj, sich doch mehr auf die Defense zu konzentrieren. „Unser Ziel war es, das Tempo aus dem Trierer Spiel zu nehmen. Wir haben sie heute bei 68 Zählern gehalten. Das sind 15 Punkte weniger als ihr Saisonschnitt“, sagte der Head-Coach nach der Partie. „Wir haben die Schützen Dranginis, Smit und Geist sehr gut verteidigt.“

In den beiden folgenden Vierteln nahmen sich beide Mannschaften nichts (15:14, 13:15), mehrmals wechselten die Führungen. Wenn es einem Team gelang, sich leicht abzusetzen, dann war es Trier, das im dritten Viertel beim 45:39 mal auf sechs Punkte weg kam. Größer sollte die Differenz am Samstagabend zwischen beiden Teams nur noch einmal werden. Die Gastgeber warfen sich beim 63:56 sieben Punkte in Front, keine sechs Minuten waren da noch im letzten Abschnitt zu spielen.

Doch dann starteten die Seawolves die finale Aufholjagd. Ein erfolgreicher Dreipunktewurf von Michael Jost im nächsten Angriff startete das Comeback der Rostocker. Kalidou Diouf, einmal mehr Top-Scorer, und Pope brachten die Wölfe mit weiteren Treffern wieder in Front. Doch auch in den letzten drei Minuten wechselte die Führung noch zwei Mal. Doch im Vergleich zu einigen Auftritten aus der bisherigen Saison behielten die Wölfe beim 68:68 die Nerven und erzielten durch Diouf und Grant Sitton die Punkte zum Sieg. „Wer nur 28 Punkte in der zweiten Hälfte zulässt und in den letzten drei Minuten so kämpft, hat den Sieg verdient”, erklärte Triers Trainer Christian Held anschließend.

Seine ersten Minuten seit der Rückkehr nach Rostock absolvierte auch Tony Hicks, der doch noch rechtzeitig die Spielerlaubnis erhalten hatte.

Seawolves: Sitton 12 Punkte/0 Rebounds, Hicks 7/2, Bogdanov 8/2, Hujic 3/0, Nicholas 13/2, Pope 6/2, Jost 4/2, Marin 3/0, Skobalj 0/0, Alte 0/4, Diouf 17/6

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