NNN-Sportler des Jahres 2020 : Im Livestream aus der Werkstatt

Nicht nur die Rostocker Wasserspringerin Jette Müller sieht erwartungsvoll der Bekanntgabe entgegen.

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08. März 2021, 16:14 Uhr

Rostock | Die Kamera läuft: „Ich finde es toll, dass die NNN trotz Corona wieder eine Sportlerumfrage gestartet haben, und möchte mich bei jedem Einzelnen bedanken, der für mich gevotet hat.“ Annähernd drei Wochen musste Wasserspringerin Jette Müller vom WSC Rostock krankheitsbedingt mit dem Training aussetzen. So war es ihr in dieser Zeit ein fast schon willkommener Zeitvertreib, für die NNN ein 30-sekündiges Filmchen zu drehen. 

„Meine Ziele für 2021 sind die Jugend-Europameisterschaften im Sommer, die Jugend-Weltmeisterschaften am Ende des Jahres und, wenn’s gut läuft, auch Olympia“,  wird Jette Müller  am Donnerstagabend im NNN-Livestream  verkünden.
Peter Richter
„Meine Ziele für 2021 sind die Jugend-Europameisterschaften im Sommer, die Jugend-Weltmeisterschaften am Ende des Jahres und, wenn’s gut läuft, auch Olympia“, wird Jette Müller am Donnerstagabend im NNN-Livestream verkünden.
 

Auf Grund des grassierenden Virus kann die Auswertung der Wahl der populärsten Sportler/innen aus Rostock und Umgebung 2020 diesmal nicht wie gewohnt im Kreise der Aktiven, mit vielen Gästen, „Kulturprogramm“ und nicht zuletzt leckerem Büfett erfolgen.

Das Endergebnis wird aber natürlich trotzdem öffentlich verkündet, und das auch wieder beim langjährigen Partner, der Unternehmensgruppe Ferdinand Schultz Nachfolger – bei deren Fördertechnik GmbH als einstündiger Livestream aus der Werkstatt! Gesendet wird am Donnerstag ab 18.30 Uhr.

Von ihrer Platzierung lässt sie sich am Laptop überraschen

Jette Müller weiß, dass sie in der Frauen-Wertung einen Podiumsplatz erkämpft hat. Welchen, davon lässt sie sich – wenn sie schon nicht persönlich ihren Pokal und den auch optisch ordentlich was hermachenden Gutschein vom Kaufhaus Stolz entgegennehmen kann – in wenigen Tagen bei sich zu Hause in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt am Laptop überraschen.

„Es war, als hätte ich Sommerferien, da trainiere ich auch ungefähr vier Wochen nicht. Nur kann ich da ja trotzdem auch was für den Sport machen, und das durfte ich jetzt gar nicht“, blickt die 17-Jährige zurück auf die Zeit der erzwungenen Untätigkeit, die jetzt hoffentlich vorbei ist: „Ich werde ganz langsam wieder anfangen, aber ich habe ja meine Sprünge zusammen. Die muss ich jetzt weiter festigen, damit ich sie sicher beherrsche.“

Und nach und nach wird sie sich dann wieder ihrem üblichen Pensum annähern: dreimal die Woche anderthalb Stunden Frühtraining plus drei am Nachmittag, an weiteren drei Tagen jeweils drei Stunden, frei ist nur der Sonntag…

Beim ersten Versuch traute sie sich nicht vom Ein-Meter-Brett

Warum tut sie sich das an – wieso opfert sie für das Wasserspringen praktisch ihre ganze Jugend? „Weil das einfach schön aussieht. Das ist ein eleganter Sport ähnlich wie beim Turnen, und er wird nie langweilig. Und egal, wie gut man ist, im Wettkampf kann immer etwas passieren, da ist bis zum letzten Sprung alles offen. Es kommt auf den Moment an. Die ganzen Drehungen und Salti, die man macht, finde ich cool“, spricht die Schülerin der Klassenstufe 11 am Christophorus-Gymnasium mit ansteckender Begeisterung von ihrem Sport.

Mit fünf lernte sie beim WSC Schwimmen, „dabei sah man wohl Potenzial in mir“. Doch als sie dann das erste Mal vom Ein-Meter-Brett springen sollte, „habe ich mich nicht getraut“. Im zweiten Anlauf holte sie sich dann doch noch das „Seepferdchen“. Da konnte sie weiß Gott noch nichts von einem 305b respektive „Zweieinhalb Auerbach gehechtet“ ahnen, der heute ihr Lieblings-Sprung ist…

Größer als für Tokio 2021 ist ihre Olympia-Chance für Paris 2024

Den Weltcup vom 18. bis 23. April in Tokio wird die 1,59 Meter „große“ Rostockerin zwar verpassen, doch in der japanischen Hauptstadt sind ja dieses Jahr auch Olympische Spiele: „Die Möglichkeit, dass ich daran teilnehme, ist vorhanden, aber nicht so, dass ich jetzt sagen könnte: Das schaffe ich locker. Ganz unrealistisch ist es nicht, aber ich denke, dass ich keine so große Chance habe. Größer ist sie für Paris 2024. Da bin ich älter und ein bisschen erfahrener und habe dann ja auch mein Abi geschrieben“, sagt die Deutsche Hallen-Vize-Meisterin 2020 vom Drei-Meter-Brett und fügt hinzu: „In diesem Jahr ist vor allem eine Medaille bei den Jugend-WM im Dezember in Kiew mein großes Ziel.“

Und so wird es Jette Müller am Donnerstag während des Livestreams in ihrer Videobotschaft verkünden: „Meine Ziele für 2021 sind die Jugend-Europameisterschaften im Sommer, die Jugend-Weltmeisterschaften am Ende des Jahres und, wenn’s gut läuft, auch Olympia. Bleibt gesund und habt einen wundervollen Tag!“

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