Ringen : Das war eine eindrucksvolle Abrundung der Saison

Der souveräne Meister der Brandenburgliga feiert: Für die KG Küstenringer präsentiert Philipp Nguyen Ho den Pokal.
Der souveräne Meister der Brandenburgliga feiert: Für die KG Küstenringer präsentiert Philipp Nguyen Ho den Pokal.

Küstenringer schicken zum Abschluss der Brandenburgliga die KG Hellersdorf/Preußen mit einem 0:26 im Gepäck nach Hause.

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07. Dezember 2019, 21:17 Uhr

Rostock | „Es schmälert absolut nicht den Erfolg, dass wir in Hennigsdorf einmal verloren haben. Entscheidend war, dass die Mosaiksteine zueinander passen: Der Zusammenhalt der Mannschaft und aller Beteiligten hat uns ausgezeichnet. Wir haben gezeigt, dass auch wir in Mecklenburg-Vorpommern ringen können“, fasste Eckhardt Wallmuth, Stralsunder Mannschaftsleiter von Meister Kampfgemeinschaft Küstenringer, die Debüt-Saison 2019 in der Brandenburgliga zusammen.

18.45 Uhr ging es am Sonnabend los, 19.27 Uhr war schon alles vorbei: Zum Abschluss gab es in Lütten Klein gegen Schlusslicht KG Hellersdorf/Preußen Berlin nach einer Gesamtkampfzeit von gerade mal 21:48 Minuten ein beeindruckendes 26:0 – es war der siebente Sieg im achten „Auftritt“.

Und der zeichnete sich von vornherein ab, weil die Gäste zwei Gewichtsklassen nicht besetzen konnten.

Auch alle übrigen sechs Vergleiche in der Sporthalle Kopenhagener Straße gingen an die Gastgeber. Wie der zweite des Abends: Robert Strohschein, der mit 107,9 Kilogramm über die Waage ging, punktete in der Kategorie bis 130 kg Freistil seinen über 25 kg leichteren Widersacher Uwe Wezorke sicher aus (10:1).

Robert war einer der verlässlichsten Aktivposten der Küstenringer: Als eigentlicher Judoka (!) trat er sechsmal an und verließ genauso oft als Sieger die Matte. „Es war für mich ganz gut, dass es bei den Stilarten mit Griechisch-Römisch losging, weil sich da der Griff auf den Oberkörper beschränkt. Das war einfacher für mich, um reinzukommen“, sagte der Mann vom PSV Rostock, der Sport und Deutsch auf gymnasiales Lehramt studiert – und eine Woche vorher in Hannover in der Gewichtsklasse bis 100 kg bei den Deutschen Hochschul-Meisterschaften in seiner angestammten Kampfsportart Bronze holte.

Zum Abschluss zeigte Stefan Pentschew, Abteilungsleiter Ringen des SV Warnemünde, eindrucksvoll, wie top er auch mit 47 Jahren noch drauf ist: In der Disziplin 71 kg Griechisch-Römisch – Klassisch ist eigentlich eher nicht sein „Ding“ – bezwang er seinen jugendlichen Gegner Pien Schippers, geboren 2002, mit technischer Überlegenheit und meinte: „Ich war aufgeregt, auch weil mir hier heute in der Organisation die Hauptverantwortung oblag. Da hatte ich gar keine Zeit, mich zu fokussieren, und der Druck war noch größer, dass irgendwas schiefgeht. Deshalb bin ich froh, wie es gelaufen ist.“

Weitere Ergebnisse

50 kg Freistil weiblich Chantal Liedtke (Demmin) kampflos (4 Punkte), 52 kg Griechisch-Römisch Matti Stolt (Stralsund) – Caspar Windmüller technisch überlegen nach 40 Sekunden (4), 92 kg GR Hans Wittkowski jr. kampflos (4), 61 kg F Fabian Wiesemann – Johann Wagner nach Punkten (2), 80 kg F Eric Pillat mit großer Nervenstärke im Duell mit Maximus Plescas n. P. (1), 65 kg F weiblich Luisa Scheel gegen die 27 Jahre ältere Sylvia Nagel Schultersieg (4)

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