Warnemünder Woche : Jean-Michel Lautier ist J/22-Weltmeister

Das J/22-Weltmeister-Team (von links): Jean-Michel Lautier, Guiseppe D’Aquino und Denis Neves.
Das J/22-Weltmeister-Team (von links): Jean-Michel Lautier, Guiseppe D’Aquino und Denis Neves.

Mit einer „Alten Dame“ ist er „immer noch recht konkurrenzfähig“. Von Warnemünde werde er noch seinen Enkeln erzählen.

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14. Juli 2019, 17:46 Uhr

Warnemünde | Jean-Michel Lautier und seine Crew überzeugten mit starken Leistungen an zwei von vier Tagen der J/22-WM während der Warnemünder Woche und wurden so zu Recht Weltmeister. An den beiden anderen Tagen konnte mangels Wind nicht gesegelt werden.

Die ersten vier Wettfahrten zum Auftakt hatten Lautier und seine beiden Mitsegler Guiseppe D’Aquino und Denis Neves alle mit einem ersten Platz abgeschlossen.

Am zweiten Tag fanden bei leichtem Wind um die acht Knoten drei Durchgänge statt, von denen der unter niederländischer Flagge startende Franzose erneut zwei für sich entscheiden konnte. Ein geteilter sechster Platz wurde zu seinem Streichergebnis. Am Freitag und Sonnabend fand aufgrund des wenigen Winds kein weiterer Lauf statt.

Das Siegerboot des Weltmeisters ist bereits 22 Jahre alt, was in vielen Klassen als veraltet gelten würde. Anders bei den J/22: „Wir nennen unser Boot ,Alte Dame‘. Sie ist trotzdem immer noch recht konkurrenzfähig“, so Lautier lachend. „Das macht die Klasse auch so spannend. Die Boote sind sehr robust und simpel. Hier kommt es nicht darauf an, wer das neueste Material hat.“

Insgesamt waren Lautier und seine Mitsegler sehr einverstanden mit Wettkampf und Umfeld: „Es war wunderschön hier in Warnemünde. Wir hatten tolles Wetter, nicht immer den besten Wind, aber wir haben trotzdem sieben Rennen geschafft. Von dieser Regatta werden wir noch unseren Enkeln erzählen.“

Vize-Weltmeister wurde Reiner Brockerhoff aus dem Duisburger Yacht-Club mit seiner französischen Crew. Auf Platz drei beendete der Kanadier Johan Koppernaes den Wettkampf. Der Warnemünder Mathias Rieck, der für den Norddeutschen Regatta Verein an den Start ging, wurde Siebenter.

Peter Ramcke, Sportdirektor der Warnemünder Woche, war sehr zufrieden mit dem Verlauf der WM: „Wir haben wieder gezeigt, dass wir ein solch hochklassiges Event wie die J/22-Weltmeisterschaft mit ganz viel Charme auf die Beine stellen können.“

Insgesamt waren 31 J/22-Crews aus sechs Nationen in Warnemünde zu Gast.

Raceboarder nehmen Team-Wettbewerb an

Im Rahmen der Warnemünder Woche fand der erste internationale Team-Wettbewerb der Raceboarder statt. Ein Versuch, der bei den Windsurfern gut ankam und eventuell bald offiziell bei den Weltmeisterschaften mit ausgetragen werden soll. Gut ein Drittel der WM-Teilnehmer hatte beschlossen, sich anschließend noch im Teamwork zu versuchen. Wer nicht genug Landsleute fand, durfte sich auch mit anderen Nationen zusammenschließen, damit eine Mannschaft zustande kam. So fand bei dem Wettkampf sogar die „Wiedervereinigung“ von Tschechien und der Slowakei statt (Platz eins im Mixed). Auch ein finnisch-australisches Team gab es wie einen Zusammenschluss USA/Argentinien.

Verwirrungen um die First 18

Nach fünf Wettfahrten waren Thomas Jungbluth und sein Team vom SV Weser Bremen Sieger bei den First 18. Diese Klasse trägt ihren Namen noch nicht lange, was gelegentlich zu Verwirrungen führt. Die französische Werft Beneteau übernahm vor einem Jahr die slowenische Werft Seascape und gliederte sie anschließend in die bestehende First-Baureihe ein. So wurde aus der Seascape 18 die First 18.

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