Triathlon : Noch ein Versuch für Andreas Raelert

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Noch einmal Hawaii: Andreas Raelert trainiert für den letzten Versuch.
Noch einmal Hawaii: Andreas Raelert trainiert für den letzten Versuch.

Andreas Raelert läuft die Zeit davon. Noch einen Angriff auf die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii will er starten.

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05. November 2019, 16:20 Uhr

Rostock | Triathlon-Profi Andreas Raelert hat seine Rennplanung geändert. Den Ironman 70.3 in Marokko ließ er sausen, will sich voll auf den Kampf am 24. November in Cozumel (Mexiko) über die volle Distanz von 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen konzentrieren. Gegenwärtig bereitet sich der 43-Jährige in Clermont (US-Bundesstaat Florida) auf den Ironman vor.

Cozumel soll ein versöhnlicher Abschluss für das nun bereits vierte Seuchenjahr in Serie werden. Ende Juli hatte der Hansestädter – wie auch sein vier Jahre jüngere Bruder Michael – beim Ironman Hamburg den Kampf um das nur eine Ticket für die Weltmeisterschaft auf Hawaii durch Kreislaufprobleme Mitte des abschließenden Marathons nicht bestanden und musste sich den Erfolg von Jan Frodeno via Fernseher aus der Ferne ansehen. „Der Stachel nach Hamburg saß ganz schön tief“, gibt Andreas zu.

Zudem litt er mit seinem Bruder Michael, der eine weitere Chance durch einen Schlüsselbeinbruch verpasste. Neoprenanzug, Rennrad und Laufschuhe an den berühmten Nagel hängen, oder es doch noch einmal versuchen? Genau dieser Frage stellte sich Realert, der fünffache Medaillengewinner auf Hawaii. Ein Familienrat wurde einberufen. Das Ergebnis: Einen Versuch, seinen Frieden mit dem Rennen in Kailua-Kona zu schließen, hat der zweifache Papa noch. Ehefrau Julia wird ihm dafür den Rücken freihalten.

Der in der TG triZack Rostock beheimatete Andreas Raelert weiß, dass möglichst bereits in Cozumel der erste Anlauf auf das nur für den Sieger mögliche Ticket für die WM 2020 sitzen muss. Aus diesem Grund trainierte er im September in Spanien, verzichtete auf das Rennen über die Halbdistanz am vergangenem Wochenende in Marokko, arbeitet weiter in der Sonne Floridas an einer optimalen Verfassung.

Hier findet er Unterstützung durch Bruder Michael, der wieder in den Trainingsprozess eingestiegen ist. Auch der 39-Jährige möchte sich noch in diesem Jahr in einem Rennen zu Wort melden.

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