Lauf-Jubiläum : „50.“ wird im Wald gefeiert

Jörg Szymanski will kurz nach seinem 50. Geburtstag den 100. Marathon absolvieren.
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Jörg Szymanski will kurz nach seinem 50. Geburtstag den 100. Marathon absolvieren.

Geburtstagskind Jörg Szymanski auf dem Weg zu seinem 100. Marathon

svz.de von
19. November 2014, 10:20 Uhr

Lauf im Warnemünder Küstenwald statt Torte und Schlagsahne – der heute sein 50. Lebensjahr vollendende Jörg Szymanski freut sich schon auf die etwas andere Geburtstagsfeier: „Neben Werner Weber, bekannt ja als Organisator des 1. Rostocker Triathlons und Chef der Laufgruppe Küstenwald, ist auch Roland Winkler aus Berlin dabei.“

Hinter Letzterem verbirgt sich ein Lauf-Urgestein. 1972 knapp an der Qualifikation für Olympia in München gescheitert, hat der 66-Jährige mehr als 200 Marathons gefinisht. „Werner, Roland und mich verbindet seit Jahren eine innige Freundschaft“, sagt Szymanski, gelernter Fernmeldemonteur und heutiger Bezirksleiter Rostock der Debeka-Versicherung.

„Als 14-jähriger Butscher habe ich zuerst meinen Vater auf dem Rad begleitet. Das wurde mir zu langweilig. Ein Jahr später bin ich dann selbst mitgelaufen. Es war der Beginn einer nie nachlassenden Faszination“, erzählt Szymanski von seinen Lauf- und Marathon-Anfängen.

Bald feiert der Rostocker ein zweites Jubiläum: Am 30. November möchte er beim Marathon in Florenz seinen 100. Lauf über die 42,195 km finishen. „Unsere Töchter Julia und Pia werden von Oma und Opa betreut, meine Frau Sarah kommt mit. Es steht auch jede Menge Kultur mit auf dem Programm. Das soll auch eine Art Dank an Sarah sein, die mir stets den Rücken fürs Laufen freihält.“

Begonnen hatte alles 1983 mit seinem ersten von 21 Rennsteigläufen. Fortan ließ die Leidenschaft Szymanski nicht mehr los. In seinem Startbuch stehen Events in Ägypten, Turku, Köln, Kosice, Prag, Frankfurt, Berlin und, und, und. Zur Jahrtausendwende erfüllte er sich einen Traum: „Ich wollte einmal den Mythos des Laufes auf der Originalstrecke von Marathon nach Athen miterleben. Den habe ich mir anlässlich meines 50. Laufes gegönnt.“

Natürlich hat sich bei Jörg Szymanski in 31 Jahren Marathon auch einiges an Anekdoten angesammelt. Er erzählt eine vom Start in der Schorfheide nahe Berlin: „Es war schon etwas Besonderes, sich in einer Kirche umziehen zu müssen. Dann Start, fünf Kilometer gelaufen, Halt durch einen Streckenposten, alles zurück. Ein privater Besitzer hatte das Durchlaufen seines Waldes untersagt – Neustart über eine geänderte Route. So wurden aus den gut 42 Kilometern zehn mehr.“

Diese und andere Begebenheiten werden heute sicher ebenso zur Sprache kommen wie die Vorbereitungen des Geburtstagskindes auf den 100. Marathon: „In Florenz möchte ich Spaß haben, den Lauf genießen. Das heißt aber nicht, dass ich mir im Feld der 10 000 Starter kein Zeitziel setze. Die erste Zahl fängt mit 3 an!“ Die den Stunden folgenden Minuten bleiben aber geheim. Gutes Gelingen, Jörg Szymanski, und Gratulation!

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