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Handball, 2. Bundesliga : 35:29 – Empor macht alles perfekt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Kapitän Jens Dethloff nach dem souveränen Sieg der Rostocker Handballer in Saarlouis: „Nun können uns alle am Tüffel tuten“

Der Klassenerhalt des HC Empor ist nun auch sportlich perfekt! „Nun können uns alle am Tüffel tuten“, sagte ein erleichteter Kapitän Jens Dethloff nach dem 35:29 (20:17) bei der HG Saarlouis und Sprung auf Platz 12 der 2. Handball-Bundesliga. Die Differenz hätte sogar noch höher ausfallen können als sechs Tore. In der 52. Minute führten die Gäste mit 30:21, schalteten dann aber ein, zwei Gänge zurück.
In dieser Phase hatte Coach Aaron Ziercke allerdings auch seine „Jungspunde“ auf dem Parkett der Halle am Stadtgarten.

Beide Mannschaften lieferten sich nur bis zum 13:14 aus Rostocker Sicht (22.) ein Match auf Augenhöhe. Meist hatten die Gastgeber wegen der schlechten Chancenverwertung des HCE von den Außenpositionen die Nase vorn. Dann schoss sich Saarlouis’ Trainer Goran Suton ein Eigentor. Seine Auszeit unterbrach den eigenen Spielfluss – Empor enteilte durch Tore der überragenden Tom Wetzel und Patrik Hruscak bis zur 29. Minute auf 19:15.

Zwar kam die HGS acht Minuten nach dem Seitenwechsel noch auf 20:22 heran, doch danach spielten nur noch die Ostseestädter. „Die Grundlage wurde in der Defensive gelegt. Auch Torhüter Jan Kominek zeigte eine starke Partie“, schätzte Ziercke ein. Eine Galavorstellung zeigte der Rostocker Rückraum mit seiner Gefährlichkeit von allen drei Positionen: 23 Treffer aus der zweiten Reihe – alle Achtung!

Während die Hansestädter herzerfrischenden, effektiven Handball demonstrierten, agierte Saarlouis saft- und kraftlos. Bei einigen der knapp 1400 Zuschauer machte sogar das legendäre Zitat von Giovanni Trapattoni „…gespielt wie Flasche leer“ die Runde. Selbst Coach Suton musste eingestehen: „Abstiegskampf sieht anders aus. Nach dem 22:29 gegen Essen kassierten wir nun folgerichtig eine weitere Heimniederlage. Es gibt Gesprächsbedarf.“

Saarlouis: Patrick Schulz, Jonczyk – Krings 3, Faulenbach 4, Leist 2, Janiszewski 2, Spiljak, Kessler 2, Walz, Grgic, Weissgerber 4, Holzner 6/2, Michael Schulz 4, Klyuyko 1

Rostock: Kominek, P. Porath – Becvar 5, Meuser, Hövels 2, Dethloff, Gruszka 3/1, Flödl 3, Wetzel 10/1, Sadewasser, Papadopoulos 2, Hruscak 8, Zemlin 2, J. Porath

Siebenmeter: Saarlouis 2/2, Rostock 4/2

Zeitstrafen: Saarlouis 6, Rostock 10 Minuten

Schiedsrichter: Linker/Schmidt (beide Herne)

Zuschauer: 1389

Stationen: 5:3 (7.), Auszeit HC Empor mit Umstellung auf 6:0-Abwehr, 10:10 (17.), 14:12 (21.), 17:22 (33.), 21:27 (48.), Disqualifikation Norman Flödl (52.) nach der dritten Zeitstrafe, 24:32 (55.)


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