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Fußball : 3:4 in Halle – Drama in der Nachspielzeit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Ein Traumtor von Lindenhahn (90.+4) raubt dem FC Hansa einen Punkt. Dabei hatten die Rostocker, nachdem sie zunächst eine 2:0-Führung einbüßten, gerade erst durch Blacha ausgeglichen (90.+2).

Nach dem Landespokal-Aus (1:2 gegen den Fünftligisten 1. FC Neubrandenburg) und der Entlassung von Trainer Andreas Bergmann musste Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock in Halle den nächsten Nackenschlag einstecken. Vor 11 078 Zuschauern im Kurt-Wabbel-Stadion kassierten die Norddeutschen in der 4. Minute der Nachspielzeit durch einen Sonntagsschuss per Direktabnahme aus rund 35 Metern von Lindenhahn das bittere 3:4 (1:0). Es war das fünfte sieglose Spiel in Serie, Rostock rutschte auf den neunten Platz ab.

FCH-Interimstrainer Roelofsen, der bei seinem Debüt wegen Sperren, Verletzungen und Krankheiten auf zahlreiche Stammkräfte verzichten musste, schickte das Team im 4-4-2-System auf den Platz. Pägelow gab sein Start-Elf-Debüt an der Seite von Weidlich in der Innenverteidigung. Krauße räumte hinten links ab. Während Haas und Christiansen das zentrale defensive Mittelfeld bildeten, agierten Jakobs (links) und Starke (rechts) auf den Außen. Blacha rückte in den Sturm neben Savran.

„Wir standen kompakt und haben Halle das Spiel machen lassen. Sie operierten viel mit langen Bällen. Wir setzten einige gute Nadelstiche und kamen mit zwei berechtigten Elfmetern zum 2:0“, sagte Savran, der die an Starke (36.) und Jakobs (53.) verwirkten Strafstöße sicher verwandelte. Allerdings ist zu erwähnen, dass ein glänzend aufgelegter Hahnel im Rostocker Tor sein Team mit tollen Paraden gegen Brügmann (18.) und Sembolo (22., 40.) zunächst vor einem Gegentreffer bewahrte.

Die Gäste schienen auf der Siegerstraße. Doch der Schein trog. „Es fehlt uns einfach die Cleverness, dass wir mit einen Vorsprung kühl und sachlich umgehen, ihn über die Zeit bringen“, so Halil Savran.

Halle erhöhte die Schlagzahl, und spätestens nach dem Anschluss durch Furuholm (63.) kehrte die Verunsicherung in die Köpfe der Hanseaten zurück. „Wir haben ordentlich Fußball gespielt und führen 2:0. Dass die Partie aber so kippt, hätte ich niemals gedacht“, erklärte David Blacha.

Nachdem die Gastgeber durch einen von Pägelow am Schützen Bertram verursachten Elfmeter ausglichen (77.) und sogar in Führung gingen (Sembolo/80.), nahm das Drama in der Schlussphase dann so richtig Fahrt auf.

In der 90.+2 kratzte Haas mit letztem Einsatz per Fallrückzieher den Ball von der Torauslinie, bediente so Blacha, der zum 3:3 traf. „Das zeigt die Moral der Truppe. Wir haben uns nicht hängenlassen“, so Savran.

Doch zum Remis langte es nicht, denn den Schlusspunkt setzte Lindenhahn für Halle. „Man muss den Schuss anerkennen, aber für uns kommt alles zusammen. Das ist schon Wahnsinn. Wenn er noch zehnmal so draufhaut, fliegen die Bälle sicher alle drüber oder daneben“, so Rostocks zweitfacher Torschütze.

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