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HC Empor : 29:27 – das Wunder von Hamm

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Zur Pause lagen die Rostocker Handballer mit 10:17 vermeintlich chancenlos hinten / Youngster Paul Porath und Tobias Malitz im Tor ganz stark

Das Wunder von Hamm: Da liegt der HC Empor in der Partie der 2. Handball-Bundesliga beim ASV Hamm-Westfalen nach einem schwachen Auftritt zur Pause mit 10:17 vermeintlich chancenlos im Hintertreffen, doch dann das: Die Rostocker holen – wie in der Vorwoche beim 26:24 über Neuhausen nach 11:18-Rückstand – Tor um Tor auf und gehen mit 29:27 noch als Sieger vom Parkett – unglaublich!

„Wie die Mannschaft sich selbst aus dem Loch befreite, einfach klasse. Dominierten vor der Pause technische Fehler und eine schlechte Wurfeffektivität, so war mit der Umstellung auf eine offensivere Abwehr und mehr Konzentration im Abschluss nach der Pause ein ganz anderer HCE zu sehen. Unsere beiden 18-Jährigen im Tor zeigten sehr gute Leistungen. Das sind zwei wichtige Punkte, die uns für die Trainerfrage zusätzliche Zeit geben, zumal Jens Dethloff wirklich einen sehr guten Job macht, in den sich alle mit einbringen“, so Juliane Radike, Geschäftsführerin der Empor-Spielbetriebs-GmbH.

Die Gäste lagen schnell mit 1:7 (9.) im Hintertreffen, fanden nicht die richtige Einstellung zu der Hammer Taktik, den linken Rückraumspieler – egal, ob Tom Wetzel oder Nemanja Mladenovic – offensiv zu markieren. „Bereits zu diesem Zeitpunkt hätten wir die Partie entscheiden müssen, doch der Paul Porath kauft uns fünf Hundertprozentige ab. Auch Tobias Malitz nach der Pause ließ uns so richtig alt aussehen“, anerkannte ASV-Coach Kay Rothenpieler die Leistungen der Empor-Schlussleute.

Dethloffs Umstellung vom 6:0 auf das 4:2-System war ein Volltreffer. Peu à peu „pirschten sich“ die Blau-Gelben heran. Aus dem 13:19 (36.) wurde nur vier Minuten später ein 17:19. Die Männer von der Warnow verkürzten auf 20:21 (43.), erzielten dann nicht nur den Ausgleich zum 22:22 (46.), sondern durch zwei Papadopoulos-Konter die 24:22-Führung (47.). Selbst in doppelter Unterzahl trafen die Rostocker und ließen sich auch nicht durch taktische Tricks von Rothenpieler aus der Spur bringen: Der Trainer wechseltete in den letzten zehn Minuten im Angriff für den Torwart einen zusätzlichen Feldspieler ein. Das führte zwar zum 26:26 (56.) und 27:27 (58.), doch die Antwort des HCE „saß“: Doppelpack durch Becvar und Papadopoulos zum 29:27!

Rostock: Paul Porath, Malitz – Gruszka 4/1, Hruscak 2, Becvar 6, Wetzel 1, Papadopoulos 8/1, Flödl 2, Mladenovic 6, Zemlin, Hövels, Dethloff (nicht eingesetzt), Sadewasser (n. e.)


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