Handball : 26:29 – Empor mit bitterer Pleite

Alles Flehen hilft nichts: HCE-Coach Aaron Ziercke ist verzweifelt, aufgrund der Leistung seines Teams – von links: Johannes Trupp, Kevin Lux und der indisponierte Marc Pechstein.
Alles Flehen hilft nichts: HCE-Coach Aaron Ziercke ist verzweifelt, aufgrund der Leistung seines Teams – von links: Johannes Trupp, Kevin Lux und der indisponierte Marc Pechstein.

Handball-Zweitligist lässt im Abstiegskampf weiterhin die Konstanz vermissen und kassiert eine Heimschlappe gegen Mitkonkurrent Ferndorf

svz.de von
18. Februar 2016, 05:00 Uhr

Handball-Zweitligist HC Empor Rostock bekommt einfach keine Konstanz in seine Leistungen: Wenige Tage nach dem 30:23-Erfolg bei der HG Saarlouis mussten die Ostseestädter gestern Abend eine bittere, aber verdiente 26:29-Schlappe gegen TuS Ferndorf einstecken. Anstatt den Kontrahenten in der Tabelle zu überholen, rutschte der HCE wieder auf Abstiegsplatz 19 zurück.

Bei den Hausherren fiel kurzfristig Kapitän René Gruszka wegen eines Infekts aus. Allerdings machte sich dies nur bedingt bemerkbar. Sein Vertreter Julius Porath machte seine Sache gut. Am 19-Jährigen lag es keinesfalls, dass Empor die Partie Mitte der zweiten Hälfte aus der Hand gab. Der Rechtsaußen war mit sieben Treffern sogar bester Schütze des HCE, übernahm in der Schlussphase sogar bei einem Siebenmeter die Verantwortung und verwandelte sicher (52.).

Vielmehr waren es die etablierten Kräfte, die überhaupt nicht in die Partie fanden. Nur zwölf Prozent gehaltene Bälle sind für Keeper Jan Kominek eine katastrophale Quote. Auch Rückraumakteur Marc Pechstein hatte seine gute Form offenbar in Saarlouis – zehn Tore beim Auswärtssieg – vergessen. Fehlpässe, lethargische Bewegungen im Angriffsspiel und fehlender Mut zeichneten seine Aktionen aus. In der zweiten Hälfte kam der ehemalige Leipziger hauptsächlich auch nur noch in der Abwehr zum Einsatz. Am Ende stand für ihn lediglich ein Tor zu Buche. Zu wenig will Empor ein Spiel gewinnen.

Zudem ließen sich die Hausherren zu sehr von den Unparteiischen aus dem Konzept bringen. Sicher, gab es einige umstrittene Entscheidungen, doch das Empor keine klare Linie fand, lag nicht an den Schiedsrichtern.

Unmittelbar vor und nach der Pause hatten die Gastgeber ihre besten Phasen. Aus einem 9:11 (25.) machte der HCE ein 13:12 (30.). Nach Wiederanpfiff zogen die Gastgeber auf 16:13 (34.) weg, um dann doch einzubrechen. Die Partie wurde enger – 18:18 (42.) oder 23:23 (52.). Beim 24:23 führte der HCE letztmalig, doch am Ende war Ferndorf abgezockter und hatte die Nerven besser im Griff...

Rostock: Kominek, Malitz – Becvar 2, Hövels 5, Dethloff, Flödl 2, Papadopoulos 7/4, Zboril, Lux, Zemlin 2, Pechstein 1, Porath 7/1, Heil (nicht eingesetzt), Trupp (n. e.)

Ferndorf: Puhl, Rottschäfer – Trivic 1, Oprea, John, Koke, 8/5, Basic 6, Heyme, Ronge 5, Volentics 2, Mestrum 5, Sartisson, Baumgärtner 2

Siebenmeter: Rostock 7/5 (Papadopoulos vergibt 29. und 48.), Ferndorf 7/5 (Kominek pariert gegen Koke 17. und 41.). Strafminuten: Rostock 6, Ferndorf 2. Schiedsrichter: Matthias Brauer und Kay Holm (beide Hamburg).

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen