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Handball : 25:36 – Empor teilweise auf Kreisliga-Niveau

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der Saisonauftakt in der 2. Bundesliga geht für die Rostocker gegen Erstliga-Absteiger Eisenach gehörig in die Hosen

Eine erfolgreiche Premiere sollte es werden, eine heftige Klatsche kam für den HC Empor unter dem Strich im ersten Saisonspiel der 2. Handball-Bundesliga beim 25:36 (12:17) gegen den ThSV Eisenach heraus.

Eine inklusive des Trainers völlig neben sich stehende und hilflose Sieben der Hansestädter ging vor 1500 Zuschauern richtig baden. Dabei hatte zunächst noch alles gut begonnen. Die Rostocker fanden in der Anfangsphase im Angriff zu druckvollen Aktionen und führten nach fünf Minuten mit 5:1, wenig später 6:2. Nemanja Mladenovic und Tom Wetzel trafen aus der zweiten Reihe, René Gruszka netzte von der Außenposition ein.

Es folgte der Bruch. Das Debakel nahm seinen Lauf. Die Empor-Defensive glich einer Schlafwagenkabine, im Angriff wehte fortan ein laues Lüftchen mit einer katastrophalen Chancenverwertung. Allein 18 Versuche der Hansestädter fanden vor der Pause nicht den Weg ins von ThSV-Keeper René Villadsen vernagelte Tor. Das war bestenfalls Kreisliga-Niveau!

Die Gastgeschenke nahmen die Thüringer gern an. Trotz allein zwölf Strafminuten in der ersten Halbzeit zogen sie unbeirrt ihre Kreise. Weshalb Regisseur Hannes Jon Jonsson nicht in Manndeckung genommen wurde, weiß allein HCE-Coach Dr. Rastislav Trtik. Auch in weiteren personellen Entscheidungen besaß er gestern Nachmittag keine glückliche Hand, schloss sich nahezu den Darbietungen seiner „Leute“ auf dem Parkett an.

Auch nach dem Wechsel gab es kein anderes Bild. Empor war zu keiner Phase in der Lage, dem Geschehen eine Wende zu geben. Am Willen – das Team kämpfte bis zum Schluss – lag es nicht. Es fehlte an diesem Tag einfach am Können, an der Konzentration und am Selbstbewusstsein. Eine Vielzahl an technischen und Regelfehlern unterstrich die schwache Vorstellung der Ostseestädter.


Rostock: Kominek, Malitz – Gruszka 6/3, Hruscak, Mladenovic 5, Wetzel 5/1, Papadopoulos 4/1, Flödl, Zemlin 1, Becvar 1, Hövels, Dethloff 3, Sadewasser

Eisenach: Villadsen, Gorobschuk – Elisson 6, Jurdzs 7, Jonsson 10/4, Luther, Forstbauer 2, Hansen 3, Heinemann 2/1, Lilienfelds 2, Koloper 1, Wöhler 1, Schliedermann 1, Seifert 1

Siebenmeter: Rostock 8/5, Eisenach 6/6

Zeitstrafen: jeweils 14 Minuten

Schiedsrichter: Thöne/Zupanovic (beide Berlin)

Zuschauer: 1500

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