2. Handball-Bundesliga : 22:32 – Empor wird vorgeführt

Auch wenn sich hier Vyron Papadopoulos  gegen den Großwallstädter Jannik Kohlbacher durchsetzt, zeigte der HC Empor am Sonnabend eine desolate Leistung.
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Auch wenn sich hier Vyron Papadopoulos gegen den Großwallstädter Jannik Kohlbacher durchsetzt, zeigte der HC Empor am Sonnabend eine desolate Leistung.

Beim TV Großwallstadt traf für einige Rostocker Handballer sogar der Begriff Totalausfall zu

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03. März 2014, 10:00 Uhr

Handball-Zweitligist TV Großwallstadt feierte seine Auferstehung, der HC Empor schlich „bedeppert“ von dannen. Mit 32:22 (17:11) fegten die Gastgeber die Rostocker vom Parkett. Für Letztere war es nach dem 26:42 in Essen und dem 24:39 in Bietigheim die dritte Auswärtsniederlage mit zweistelliger Differenz. Für einige HCE-Akteure traf gar der Begriff Totalausfall zu. Matchwinner vor 1200 Zuschauern in der Unterfrankenhalle war Mathias Lenz. Der Keeper des TVG parierte allein 20 Bälle, erreichte eine Quote von 49 Prozent gehaltener Würfe und „guckte “ noch einige an den Pfosten oder ins Aus. Sage und schreibe 28 „Fahrkarten“ leistete sich Empor. Dazu kamen noch neun technische und Regelfehler…

Dabei begann die Partie für die Gäste gut. Die Blau-Gelben bestimmten von Beginn an das Geschehen, setzten über Roman Becvar und Lukas Gamrat den Gegner unter Druck. 8:6 führte der HCE nach 14 Minuten, dann beendete Großwallstadts Trainer Maik Handschke, ehemals Rostock, den Spielfluss der Ostseestädter durch eine Auszeit. Danach gerieten die Ostseestädter völlig von der Rolle. Da klappte nichts mehr. Zehn Angriffe, zehn Nieten – der Sprung vom 8:8 zum 8:14 war folgerichtig. Immer wieder scheiterte Empor an Lenz, leistete sich Fehler über Fehler. Hatte Handschke mit seinem Team-Timeout Erfolg, so lief die gleiche Maßnahme von Gäste-Coach Dr. Rastislav Trtik ins Leere. Auch der Keeper-Wechsel von Jan Kominek (Quote 27 %) auf Robert Wetzel (13 %) war ein Schuss in den Ofen.

Wer gedacht hatte, die Rostocker würden sich in Halbzeit zwei in einer anderen Verfassung präsentieren – Pustekuchen! Mit einer Angriffseffektivität von unter 40 Prozent lassen sich einfach keine Spiele gewinnen. Auch der fast zweiwöchige Trainingsausfall von Vyron Papadopoulos kann nicht als Begründung für die desolate Leistung herhalten.

Vielleicht nehmen sich die Empor-Männer ja jetzt am TVG ein Beispiel: Handschke hatte seinen Mannen nach zuletzt schlechten Leistungen ein Gespräch unter Männern, ohne ihn selbst, verordnet. Die Maßnahme scheint gefruchtet zu haben. Und ist zur Nachahmung empfohlen, soll nicht am Sonntag gegen Nordhorn-Lingen in den nächsten sauren Apfel gebissen werden.

Großwallstadt: Putera, Lenz – Spatz 7/4, Fridgeirsson 2, Henkel, Eisenträger 7, Lopez Romero 4, Holst, Jakobsson, Kajic, Stark 4, Kretschmer, Pomeranz 5, Kohlbacher 3
Rostock: Kominek, R. Wetzel – Becvar 7, Dethloff, Barten, Gruszka 4, Flödl, Gamrat 8, Meuser, Papadopoulos 3/1, Zboril, Zemlin, J. Porath
Siebenmeter: Großwallstadt 5/4, Rostock 1/1
Zeitstrafen: Großwallstadt 8 Minuten, Rostock 14 (davon 2 gegen Trainer Trtik, zudem rote Karte Flödl nach der dritten Strafe/46.)
Schiedsrichter: Brodbeck/Reich (beide Metzingen)

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