Fußball : 2:0 zur Pause, aber wieder kein Dreier

Wieder kein Heimsieg für den FC Hansa! Hier bleibt Kickers-Torhüter Mark Redl  Sieger gegen  Halil Savran und Nikolaos Ioannidis. Links der Stuttgarter  Fabio Leutenecker.
Foto:
Wieder kein Heimsieg für den FC Hansa! Hier bleibt Kickers-Torhüter Mark Redl Sieger gegen Halil Savran und Nikolaos Ioannidis. Links der Stuttgarter Fabio Leutenecker.

Hansa spielt gegen Stuttgarter Kickers nur 2:2 / Vermeintlich beruhigende Führung durch Jakobs (2.) und Ioannidis (40.) reicht nicht / Torhüter Hahnel verletzt ausgeschieden

svz.de von
30. März 2014, 19:29 Uhr

Es ist nicht zu fassen: Der FC Hansa muss tatsächlich das Halbfinale im Fußball-Landespokal am Mittwoch (19.30 Uhr DKB-Arena) gegen Fünftligist 1. FC Neubrandenburg 04 bemühen, um endlich sein erstes Heimspiel 2014 zu gewinnen. Auch im Duell mit den Stuttgarter Kickers vor 6200 Zuschauern (Negativ-Rekord 3. Liga*) reichte es nicht zu einem Dreier – nur 2:2, obwohl die Rostocker zur Pause mit 2:0 vorn lagen.

Dabei hatte Trainer Bergmann auf die zuletzt drei Niederlagen in Folge ohne eigenes Tor reagiert. Er brachte den guten Debütanten Max Christiansen, 17-jähriger Kapitän der Bundesliga-A-Jugend, für Haas im defensiven Mittelfeld. Und er stellte mit Pelzer, Ruprecht und Weidlich gleich drei gewohnte Innenverteidiger auf – von denen Letzterer, nach verbüßter Gelb-Sperre ins Team zurückgekehrt, allerdings diesmal zentral offensiv (!) spielte. Rechts verteidigte wieder Mendy an Stelle von Krauße. Angreifer Ioannidis übernahm die Position des verletzten Blacha auf dem linken Flügel. Nach seiner Einwechslung (65. für Pekovic) durfte auch der etatmäßige „Sechser“ Haas nach vorn, während nun Weidlich neben Christiansen wirkte.

Weitere Personalie: Torwart Hahnel schied nach einem Zusammenprall mit dem eigenen Mann (Ruprecht) verletzt aus, Brinkies übernahm ab der 75. Minute.

Bergmanns Veränderungen trugen zunächst Früchte. Hansa ging schon nach weniger als anderthalb Minuten in Führung. Jakobs, von Weidlich in Szene gesetzt, zog von dannen und behielt die Ruhe, schob überlegt ein. Abgesehen von einem gefährlichen Schuss von Fennell (31.) besaßen die Kickers in der ersten Halbzeit nicht eine Chance. Die Weiß-Blauen hingegen eine ganze Reihe. So erzielte Ruprecht ein Abseitstor (19.), war Savran schon an Keeper Redl vorbei, traf
jedoch nur das Außennetz (20.). Die Rostocker standen den Schwarz-Hellgrünen früh auf den Socken und erhöhten verdient durch Ioannidis’ eingesprungenen Volleyschuss nach Sahne-Flanke von Savran auf 2:0 (40.).

Diese perfekte Ausgangsposition war allerdings schon nach 70 Sekunden der zweiten Hälfte versaubeutelt, als die Gäste durch den blank stehenden Edwini-Bonsu verkürzten. Die jetzt hinten teilweise „schwimmenden“ Ostseestädter fanden fortan nicht mehr zu ihrer gefälligen Vorpausenleistung zurück. Nach einer Stunde stocherte Müller (wobei wohl sogar Ruprecht zuletzt dran war) den Ball zum 2:2 über die Linie. Am Ende durfte Hansa froh sein, nicht sogar noch verloren zu haben. So setzte sich Soriano im Kopfball-Duell mit Pelzer durch, verfehlte nur um Handbreite das Gehäuse (68.). Hanebüchene Ballverluste von Mendy (75.) und Ioannidis (90.+2) blieben wie durch ein Wunder unbestraft…

*Kuriosum: Ebenfalls gegen die Stuttgarter Kickers kamen fast auf den Tag genau 22 Jahre vorher in der 1. Bundesliga (!) sogar nur 5000 ins Ostseestadion.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen