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2. Wasserball-Bundesliga Nord : 11:10 im Hitchcock-Thriller

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der HSG Warnemünde gelingt „mit Köpfchen“ die Revanche gegen die SpVg Laatzen II

svz.de von
erstellt am 16.Feb.2015 | 23:43 Uhr

Den Wasserballern der HSG Warnemünde gelang in der 2. Liga Nord die Revanche für die schmerzhafte 4:21-Pleite im Hinspiel: Sie bezwangen die SpVg Laatzen II mit 11:10 (2:4, 3:1, 1:3, 5:2). Spielertrainer Christian Koth, der nach seinem Ausschluss beim 8:21 in Hildesheim gesperrt war, das Geschehen von den Zuschauerrängen aus verfolgen musste: „Zu Beginn haben wir viel investiert, aber Laatzen war abgezockter. Wir ließen uns aber nicht beirren, und durch eine unglaublich kraftzehrende Verteidigung knackten wir nach und nach das Spiel der Gäste und fanden zurück auf die Siegerstraße. Dass es am Ende wirklich noch zum Erfolg langte, war Drama pur und der absolute Wahnsinn. Ich bin mächtig stolz auf das gesamte Team.“

Nur ganze dreimal führten die Warnemünder: 1:0, 5:4 nach 2:4 und – 11:10!

Im dritten Viertel agierte die HSG wie zu Beginn etwas unglücklich und zu nervös. Laatzen II nutzte dies zur 8:5-Führung. Als im Schlussdurchgang sogar das 9:6 für die Niedersachsen fiel, schien die Partie für die Gastgeber verloren zu sein.

Doch Warnemünde mobilisierte die letzten Kräfte und kämpfte sich mit unbändigem Willen wie im Rausch Tor um Tor zurück – 9:9 und noch drei Minuten zu spielen! Laatzen zog wieder in Front, aber Tom Völkel glich postwendend zum 10:10 aus. Nun brach die letzte Minute an, und in bester Thriller-Manier à la Alfred Hitchcock überschlugen sich die Ereignisse. Tom Plaeschke beförderte den Ball aus rechter Außenposition per Heber über den verdutzten Gäste-Torhüter hinweg ins Netz – 11:10! Jetzt warf Laatzen alles nach vorne. HSG-Akteur Klaus Einhorn sicherte großartig den Ball ab, wurde dann aber vom Gäste-Center überrumpelt und verursachte so leider einen Fünfmeter. Totale Stille in der Neptun-Halle: Sollte den Ostseestädtern der Sieg doch noch entgleiten? Nein! Keeper Stephan Drawert schaffte das Unfassbare, er hielt „mit Köpfchen“ diesen Strafwurf – der Jubel und Siegestaumel kannten keine Grenzen.

„Wir haben als Team fantastisch funktioniert, und dann krönt unser Torhüter dieses Spiel mit so einem geilen Safe. Da fehlen einem die Worte. Die Erleichterung ist riesengroß. Das war der verdiente Lohn für unser hartes Training Woche für Woche. Den Zuschauern haben wir gerne den erhöhten Blutdruck und Puls serviert“, sagte Siegtorschütze Tom Plaeschke.

HSG Warnemünde: Stephan Drawert – Paul Helm, Ansgar Stüken, Klaus Einhorn 2 Tore, Rick Plaeschke, Roman Gruchow, Nico Beuster 1, Victor Gonzalez, Tom Plaeschke 3, Alexander Schulz, Jörg Behlendorf 2, Tom Völkel 2, Jonas Kirschnowski 1


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