3. Fußball-Liga : 1:2 – Hansa macht alle drei Tore

Shervin Radjabali-Fardi hat soeben den Ausgleich gegen Chemnitz erzielt, den einzigen „richtigen“  Treffer des FC Hansa. Dessen Trainer Andreas Bergmann hatte im Frust geäußert:  „Gefühlt haben wir heute alle drei Tore gemacht.“ Fotos: Georg Scharnweber
Shervin Radjabali-Fardi hat soeben den Ausgleich gegen Chemnitz erzielt, den einzigen „richtigen“ Treffer des FC Hansa. Dessen Trainer Andreas Bergmann hatte im Frust geäußert: „Gefühlt haben wir heute alle drei Tore gemacht.“ Fotos: Georg Scharnweber

Völlig unnötige Niederlage gegen Chemnitzer FC

svz.de von
02. März 2014, 19:25 Uhr

Mit 1:2 (1:1) unterlag der FC Hansa am Sonnabend vor 11 500 Zuschauern in der DKB-Arena dem Chemnitzer FC, weil er sich in der Abwehr zwei Aussetzer leistete und vorn zuviele Chancen vergeudete. Damit verloren die Rostocker nicht zuletzt auf Grund individueller Defizite den Anschluss im Kampf um Rang drei, den Aufstiegs-Relegationsplatz der 3. Fußball-Liga. „Gefühlt haben wir heute alle drei Tore gemacht“, reagierte Trainer Andreas Bergmann fassungslos.

Die Weiß-Blauen begannen gegenüber dem 1:1 in Regensburg auf drei Positionen verändert. Mendy musste nach der fünften gelben Karte aussetzen, für ihn debütierte auf der rechten Abwehrseite Krauße in der Start-Elf. In der Innenverteidigung wurde Pelzer vom wieder gesunden Weidlich abgelöst. Im defensiven zentralen Mittelfeld fing Haas an Stelle von Leemans an.

Nach monotonem Beginn fiel mitten in die Langatmigkeit hinein das 0:1. Ein verblüffender Treffer: Ruprecht köpfte den Ball unbedrängt ins eigene Tor nach einem Freistoß von Garbuschewski, der zwar nicht schlecht getreten war, aber sooo zwingend nun auch wieder nicht (10.)… Danach nahm die Partie Fahrt auf, die Ostseestädter gaben Gas und waren nach etwa 20 Minuten mehrmals dem Ausgleich nahe: Plat fuhr just in dem Moment, als er aus aussichtsreicher Position vollenden wollte, ein CFC-Verteidiger in die Parade (22.), der in den Strafraum durchgestartete Jakobs bekam die Kugel hier (23.) ebensowenig unter Kontrolle wie nach wiederholt feinem Außenrist-Pass von Pekovic (24.). Nach einer ruhigeren Phase nebst Schrecksekunde – in der Hahnel die hochkarätige Möglichkeit des Chemnitzers Stenzel vereitelte (28.) – drehte der FC Hansa kurz vor der Pause nochmals auf und wurde für seine Bemühungen mit dem 1:1 belohnt: Savran mit super Eingabe auf Radjabali-Fardi, und der von ganz hinten herbeigeeilte Linksverteidiger hatte nicht mehr viel Mühe (42.).

Mit Wiederbeginn drängten die Gastgeber auf das 2:1. Möglichkeiten besaßen sie genug: Haas schon nach gut 20 Sekunden daneben, Blacha wird im letzten Moment gebremst (59.), nochmals Blacha vergibt aus dem Rückraum, nachdem Savran und Haas Keeper Pentke in die Faustabwehr zwangen (65.).

Kurz darauf jedoch ging im Ost-Klassiker abermals der frühere FC Karl-Marx-Stadt in Führung, als Weidlich zögerte bzw. den Ball gar zu kurz spielte. Nutznießer war der Chemnitzer Fink, der mit viel Gefühl über Hahnel hinweg per Heber traf (67.).

Auf der Gegenseite ebenfalls ein Lupfer von Jakobs, hier aber war der Keeper noch mit den Fingerspitzen dran, und auch Kucukovic bekam die Kugel von schräg links nicht rein (auf der Linie gerettet/73.). Die letzte große Gelegenheit besaß Ruprecht, doch auch sein Kopfball wurde von einem Feldspieler abgewehrt (84.).


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen