Fußball : 0:2-Blamage: Hansa im freien Fall

Dienstag Abend in Saarbrücken: Nikolaos Ioannidis & Co. am Boden…
Dienstag Abend in Saarbrücken: Nikolaos Ioannidis & Co. am Boden…

Peinlicher Auftritt am Dienstag beim 1. FC Saarbrücken

svz.de von
25. März 2014, 21:58 Uhr

Der FC Hansa im freien Fall: Am Dienstagabend mussten die Ostseestädter bei Schlusslicht 1. FC Saarbrücken eine peinliche 0:2-Schlappe einstecken und drohen immer mehr als graue Maus im Mittelfeld der 3. Fußball-Liga zu verschwinden. Mittlerweile sind die Rostocker nur noch Siebenter, können am Mittwoch sogar noch von Halle und Duisburg überholt werden.

Im Vergleich zur 0:1-Heimpleite gegen Duisburg nahm FCH-Trainer Andreas Bergmann zwei Veränderungen in der Start-Elf vor. Gezwungenermaßen ersetzte Steven Ruprecht den Gelb-gesperrten Denis-Danso Weidlich. Zudem lief die griechische Leihgabe Nikolaos Ioannidis anstelle des zuletzt indisponierten Johan Plat im Angriff auf.

Anfangs zeigte sich Hansa bemüht, entwickelte jedoch wie schon in den Partien zuvor keine Durchschlagskraft. Die erste Chance bot sich dementsprechend den Gastgebern. Rostocks Linksverteidiger Radjabali-Fardi ließ Gegenspieler Hoffmann zuviel Platz, der startete in Richtung Hahnel durch, scheiterte jedoch am Gäste-Schlussmann (7.). Saarbrücken blieb zielstrebiger. Während Zeitz noch drüber köpfte (18.), machte es Schmidt nur drei Minuten später besser und erzielte das 1:0 für die Gastgeber.

Die Hanseaten wurden danach etwas lebendiger, doch bezeichnenderweise brachten bei ihrer besten Chance sowohl Jakobs (geblockt) als auch Pekovic (drüber) den Ball nicht auf den Kasten der Saarländer (24.). Zudem setzte Savran in einem Kopfballduell seinen Körper zu heftig ein (35.).

Kurz vor der Pause legten die Hausherren über die linke Abwehrseite der Ostseestädter das 2:0 nach: Radjabali-Fardi zu spät gegen Hoffmann, der bediente Korte, jener setzte sich gegen Pelzer durch und überwand Hahnel überwand (41.). Das war im Grunde die Entscheidung.

Bezeichnend für die aktuelle Verfassung des FCH war eine Szene in der 44. Minute: David Blacha mühte sich an der rechten Eckfahne gegen vier Saarbrückener. Kapitän und Abwehrmann Sebastian Pelzer war im mit 3818 Zuschauern spärlich besuchten Rund klar zu verstehen: „Helft ihm!“ Doch die Unterstützung blieb aus.

Die Rostocker agieren derzeit nicht als Team, treten eher als Einzelkämpfer, teilweise lustlos in Erscheinung.

Kurz war die Pausen-Ansprache von Bergmann, nach knapp zehn Minuten kehrten die Rostocker Spieler bereits aufs Feld zurück. Zwar hatten sie nun ein optisches Übergewicht, doch torgefährlicher und zielstrebiger wurden die Norddeutschen auch durch die frühen Einwechslungen von Schünemann und Mendy nicht.

Saarbrücken: Ochs – Forkel, Ballas, Knipping, Chaftar – Mandt (70. Ishihara), Zeitz – Korte, Ziemer, Hoffmann (80. Pezzoni) – Schmidt (87. Plut)

Rostock: Hahnel – Krauße (55. Mendy), Ruprecht, Pelzer, Radjabali-Fardi – Haas (55. Schünemann), Pekovic – Jakobs, Blacha – Ioannidis, Savran (76. Starke)

Schiedsrichter: Stegemann (Niederkassel)

Zuschauer: 3818

Tore: 1:0 Schmidt (21.), 2:0 Korte (41.)


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