Sieg in buchstäblich letzter Sekunde

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22. Oktober 2009, 07:54 Uhr

Rostock/Güstrow Hatten die Handballdamen der SG Bützow/Güstrow vergangenes Wochenende das Glück nicht auf ihrer Seite, so war es vergangenen Sonntag in Rostock genau anders herum. Die Partie gestaltete sich von Beginn an sehr ausgeglichen, kein Team konnte sich im gesamten Spiel mit mehr als zwei Toren absetzen. Im Spiel der SG war in der 1. Halbzeit vor allem die Abwehr das Manko. Es wurde nicht aggressiv genug agiert, was sich auch aus dem Protokoll erliest: Es gab keine einzige Zeitstrafe für die Damen aus Bützow und Güstrow. Speziell gegen den Rostocker Rückraum fand die SG keine Mittel. Gut, dass da im Angriff auf ihren Positionen Torgefährlichkeit ausgestrahlt wurde, sich fast alle Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten. Vor allem Maria Frahm brachte am Kreis die Abwehr der Gastgeber des Öfteren zum Verzweifeln - mit Treffern oder herausgeholten Strafwürfen. Auch der Kampf- und Siegeswille aller Spielerinnen, ob auf dem Feld oder auf der Bank, war zu jedem Zeitpunkt erkennbar.

Den besseren Start in die 2. Halbzeit erwischten die Rostockerinnen (12:10). Von da an liefen die SG-Damen lange immer einem Rückstand hinterher. Erst kurz vor Schluss, mit dem 19:19, konnten sie wieder ausgleichen - der Beginn eines kurzen Handballkrimis. In einer RHC-Auszeit verlangten die Trainer Detlef Kröger und Peter Kruse vor allem in der Abwehr absolute Kompromisslosigkeit. Mit Erfolg, konnten die Gäste doch die folgenden zwei Angriffe der Rostockerinnen abwehren und kamen in Ballbesitz. Jetzt zog das SG-Trainerduo die grüne Auszeitkarte und gab klare Anweisung zum letzten Spielzug: Der Ball sollte in den eigenen Reihen gehalten, der Abschluss aber nicht zu früh gesucht werden. Das letzte Tor sollte sicher für die SG fallen. Der Ball fand in der regulären Spielzeit zwar nicht mehr das Ziel, jedoch bekamen die Gäste noch einen Freiwurf zugesprochen - und Franziska Benick versenkte doch tatsächlich den Ball im gegnerischen Tor! Der Jubel der Bützowerinnen und Güstrowerinnen kannte da kein Halten mehr.

SGBG: Schwaß, Semler - Benick (4), Wegner (1), Czarschka (7/4), Frahm (2), Käther (1/1), Sachs (2), Saß (1), Zerbe, Zech (2)

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