Seglerverband ehrte beste Skipper

André Budzien vom Schweriner Yacht-Club  gewann zum dritten Mal die Masters-Weltmeisterschaft der Finnsegler. Auch bei den Sternberger Finnregatten war der 47-Jährige schon mehrfach erfolgreich. Der Schweriner hat zudem als Initiator und Vorsitzender des Fördervereins Finnteam Germany  viel zur Entwicklung des deutschen Finn-Nachwuchses beigetragen.
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André Budzien vom Schweriner Yacht-Club gewann zum dritten Mal die Masters-Weltmeisterschaft der Finnsegler. Auch bei den Sternberger Finnregatten war der 47-Jährige schon mehrfach erfolgreich. Der Schweriner hat zudem als Initiator und Vorsitzender des Fördervereins Finnteam Germany viel zur Entwicklung des deutschen Finn-Nachwuchses beigetragen.

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01. Februar 2010, 06:15 Uhr

Sternberg | Alle Jahre wieder nach dem Jahreswechsel ehrt der MV-Seglerverband (SVMV) seine erfolgreichsten Sportler des vorangegangenen Jahres. Dieses Mal fand die Veranstaltung am Freitag in Sternberg statt, "weil hier seit Jahr und Tag bundesweit beliebte Regatten stattfinden und vom Sternberger Segler-Verein auch erstklassige Segler herkommen", begründete SVMV-Präsident Bodo Bartmann die Wahl des Veranstaltungsortes im Festsaal des Sternberger Rathauses.

Der MV-Seglerverband hat insgesamt ein erfolgreiches Jahr hinter sich. 21 Seglerinnen und Segler holten bei nationalen und internationalen Veranstaltungen Medaillen und viele weitere gute Platzierungen. So untermauerten Aktive in drei olympischen Bootsklassen ihre Anwartschaft für die Sommerspiele 2012 in London. Der Rostocker Alexander Schlonski schaffte mit einem 4. Platz bei der WM der Starboote den Sprung in den deutschen A-Kader. Franziska Goltz vom Schweriner Segler-Verein ist deutsche Vizemeisterin in der olympischen Frauenklasse Laser Standard und Mitglied im B-Kader des Deutschen Seglerverbandes DSV. Das will in der kommenden Saison auch Finndinghy-Skipper Jan Kurfeld vom Yacht-Club Wismar schaffen. Der 22-Jährige wurde zum dritten Mal in Folge Deutscher Meister in der olympischen Einhandklasse. Jetzt fehlt dem Juniorenweltmeister von 2007 noch der Durchbruch im internationalen Männerbereich.

Freude herrschte bei den Sternberger Gastgebern über die Auszeichnung von Volker Schoen und Andreas Schickel. Das Duo holte im vergangenen Jahr seine sechste Deutsche Meisterschaft in der nationalen Ixylon-Klasse. Diese Leistung wusste besonders Sternbergs Bürgermeister Jochen Quandt zu würdigen. Der ist selbst begeisterter Segler und Vorsitzender des Sternberger Seglervereins und war schon 1987 einmal DDR-Meister in der Ixylon-Klasse.

Auch beim Nachwuchs und bei den Senioren kann sich die Segelelite aus dem ostdeutschen Norden sehen lassen. Finja Cipra vom Yacht-Club Wismar verpasste als Vierte bei der Europameisterschaft in der internationalen Jüngstenklasse Optimist das Treppchen nur knapp. Eine Klasse für sich ist der Schweriner André Budzien. Der gewann zum dritten Mal in Folge die Masters-Weltmeisterschft U40 in der olympischen Finnklasse. Er trägt zudem als Initiator und Vorsitzender des Fördervereins Finnteam Germany viel zur Entwicklung des deutschen Finn-Nachwuchses bei.

Wolfgang Remer, Präsident des Landessportpunktes (LSB), mahnte trotz aller Medaillen an, dass das Maß der Dinge internationale Erfolge sind: "Nach den Spielen in London wird die Förderung im deutschen Sport neu geordnet. Kann ein Sportverband dreimal hintereinander nicht bei olympischen Spielen punkten, ist er draußen aus der Spitzenförderung. Der MV-Verband hat bereits reagiert. In Schwerin wurden die Zweihandklassen 420er, 470er und Forty-Niner konzentriert und am Landesleistungszentrum Warnemünde alle olympischen Einhandklassen.

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