Morgen startet "Finale vor dem Finale"

Kai Huckenbeck (r.)   kämpft   morgen  um Punkte für den MC Güstrow.  ralf dreier
Kai Huckenbeck (r.) kämpft morgen um Punkte für den MC Güstrow. ralf dreier

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26. August 2010, 10:58 Uhr

güstrow | Morgen Abend wird ab 21 Uhr im Güstrower Speedwaystadion das letzte Rennen der Bundesligavorrunde gestartet. Diese Begegnung zwischen dem einheimischen MC Güstrow und dem AC Landshut ist nicht nur deshalb von besonderer Brisanz gekennzeichnet, weil der amtierende Deutsche Meister in die Barlachstadt kommt. Vielmehr wird darüber entschieden, welche beiden Teams in die entscheidenden Finals einziehen.

Der MC Güstrow steht derzeit auf dem 4. Tabellenplatz und kann sich mit 38 Laufpunkten, selbst bei einer Niederlage, auf den Bronzerang in der Meisterschaft schieben. Das wäre im Vergleich zu vergangenen Jahr, als man sich auf dem letzten Platz wiederfand, eine deutliche Verbesserung.

Aber die Hoffnungen der Fans und natürlich auch des Teams sind höher. Mit einem Heimsieg, bei dem allerdings mindestens 47 Laufpunkte erkämpft werden müssten, kann der Gastgeber noch auf den 2. Tabellenplatz springen. Dann hätten die Güstrower mehr Zähler als das Speedwayteam Wolfslake, das morgen zum Zuschauen verdammt ist.

Allerdings haben auch die Landshuter Devils ihren Finalplatz noch nicht sicher. Das bayrische Team wäre raus, wenn es mit mehr als elf Rückstand verlieren und dabei weniger als 35 Laufpunkte bekommen würde. Allerdings sind die Landshuter Ambitionen andere: Die Mannschaft um Georg Hack jun. will gern Sieger der Vorrunde werden und kommt so mit einem starken Aufgebot nach Güstrow. Als Kapitän ist selbstverständlich Martin Smolinski an Bord, genauso wie das polnische Topduo Piotr Protasiewicz - Bahnrekordhalter in Güstrow - und Przemyslaw Pawlicki. Auf der vierten Position rollt Jan Pape ans Startband und auf der U-21-Position geht Max Dilger auf Punktejagd.

Beim MC Güstrow sind bisher - für Marcel Helfer auf der Juniorposition sowie Kai Huckenbeck - die Startnummern 5 und 4 schon vergeben. Allerdings will der MC die im Reglement vorgegebene Zeit für eine Änderung der Teamaufstellung (heute 24 Uhr) ausnutzen und schaut sich noch intensiv auf dem internationalen Transfermarkt um. Dabei geht es sowohl um die Reihenfolge in der Aufstellung, als auch natürlich darum, sich mit Aktiven zu verstärken, die zum erhofften Erfolg beitragen können.

Theoretisch ist es sogar möglich, dass am Ende alle drei Teams nach Lauf- und Matchpunkten Gleichstand haben, dann entschiede nach den Regularien das Los über die Finalteilnahme. Entschieden wird die deutsche Meisterschaft zwischen den beiden Ersten mit Hin- und Rückkampf. Der Erste hat im zweiten Aufeinandertreffen - am 3. Oktober - Heimrecht. Für den Hinkampf muss noch der Termin gefunden werden. MC-Vorsitzender Torsten Jörn: "Für uns ist dieses Rennen bereits ein Finale vor dem Finale. Es wird sehr schwer werden und damit wir unsere Heimstärke zeigen können, brauchen wir die Unterstützung aller unserer Fans."

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