Zweimal WM-Gold für MV

Gold mit Hausrekord: Annett Damme (M.)  Fotos: Damme/Barth
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Gold mit Hausrekord: Annett Damme (M.) Fotos: Damme/Barth

Annett Damme und Harry Barth triumphieren bei Welttitelkämpfen der Masters-Heber in Barcelona

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09. September 2018, 17:46 Uhr

Bei der Masters-WM der Gewichtheber in Barcelona nahmen aus M/V für die deutsche Nationalmannschaft die Dabelerin Annett Damme und der Wendorfer Harry Barth teil. Als Einzelstarter war der Stralsunder Ralf Klingschat dabei.

Im Fünferfeld der schweren Jungs (+105 kg) der AK M60 übernahm Harry Barth mit 85,0 kg sofort die Führung im Reißen, legte dann noch 90,0 kg nach. Die 93,0 kg konnte er im dritten Versuch nicht richtig fixieren und musste den Versuch aufgeben. Dennoch betrug nach dem Reißen der Vorsprung auf den zweitplatzierten Tschechen Ladislav Pliska satte 9 Kilogramm.

Ins Stoßen starteten Pliska und Barth mit je 105,0 kg. Im zweiten Versuch baute Barth mit 110,0 kg seine Führung zunächst weiter aus. Doch Pliska konterte, ließ 115,0 kg auflegen, schaffte diese und pirschte sich bis auf 4 kg heran. Barth ging daraufhin in seinem dritten Versuch ebenfalls auf 115,0 kg und brachte sie zur Hochstrecke. Mit dieser neuen persönlichen Bestleistung stellte er zugleich den alten Abstand wieder her. Und da Pliska in seinem letzten Versuch „nur“ auf 117,0 kg steigerte, waren Gold und Silber verteilt. Doch Pliska schaffte die Last nicht. Und für Harry Barth erfüllte sich 24 Jahre nach seinem bislang letzten WM-Triumph (1994 im australischen Perth) der große Traum, erneut Weltmeister zu werden.

Mit 117 Kilo im Zweikampf, dem drittbesten Vorwert des Feldes, ging W50-Starterin Annett Damme in die Konkurrenz der zwölf 63-Kilo-Frauen. Angeführt wurde die Setzliste von US-Heberin Shari Ruelas (125 kg) und der Britin Joane Macmanus ( 122).

Im Reißen startete Annett mit gültigen 52,0 kg, scheiterte im zweiten Versuch an 55,0 kg. Diese Last meisterte sie dann mit großem Kampfgeist im dritten Versuch. Damit teilte sie sich dieFührung nach dem Reißen mit Ruelas. Macmanus lag mit 47,0 kg schon klar zurück.

Im Stoßen legte Annett 65,0 kg vor, stellte danach mit 68,0 kg ihren Europarekord ein und scheiterte abschließend nur knapp an 70,0 kg. Ruelas, nach zwei Versuchen mit 66,0 kg notiert, ging an die notwendigen 71,0 kg – aber vergeblich. Mit Jahresbestleistung im Zweikampf von 123 kg wurde Annett erstmals Weltmeisterin in ihrer neuen Altersklasse.

Ralf Klingschat lieferte in der M50 (77 kg) eine starke Vorstellung. Sowohl im Reißen (88,0 kg) als auch im Stoßen (110,0 kg) gelangen ihm persönliche Bestleistungen. Doch selbst eine Steigerung seines Hausrekordes im Zweikampf um 18 (!) kg reichte nicht zu einer Medaille. Mit Platz vier durfte der Stralsunder jedoch sehr zufrieden sein.

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