Deutsche Box-Meisterschaft : Zweimal Gold für meisterliches Traktor-Duo

Auf Peter Kadiru (2.v.l.), Arthur Ohanyan (M.) und Nenad Stancic (2.v.r.) ruhten die Goldhoffnnungen der Traktor-Trainer Michael Timm (r.) und Dieter Berg (l.) bei der DM. Und die beiden Erstgenannten holten sich in Lübeck auch tatsächlich die Titel.
Auf Peter Kadiru (2.v.l.), Arthur Ohanyan (M.) und Nenad Stancic (2.v.r.) ruhten die Goldhoffnnungen der Traktor-Trainer Michael Timm (r.) und Dieter Berg (l.) bei der DM. Und die beiden Erstgenannten holten sich in Lübeck auch tatsächlich die Titel.

Mittelgewichtler Arthur Ohanyan und Peter Kadiru im Superschwer haben sich bravourös geschlagen.

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11. Dezember 2017, 08:00 Uhr

„Drei Meistertitel könnten möglich sein“, hatte Box-Cheftrainer vor Beginn der deutschen Männermeisterschaften in Lübeck die sehr ambitionierten Hoffnungen des jungen Starterquartetts aus dem Schweriner Bundesleistungsstützpunkt formuliert. Immerhin zwei Goldmedaillen haben Arthur Ohanyan (75 kg) und Peter Kadiru (+91 kg) am Sonnabend in den Finals herausgeboxt. Mit herzlichem Beifall bedacht unter anderem von den Ehrengästen und Schweriner Boxgrößen Andreas Zülow und Jürgen Brähmer, die aus eigenem Erleben wissen, wie es sich anfühlt, deutscher Meister geworden zu sein.

„Meine Jungs haben sich bei ihrer ersten Männermeisterschaft bravourös geschlagen und ihre bisherigen Erfolge im Nachwuchs durch den Meistertitel bestätigt“, bejubelte Trainer Timm seine Meister.

Nicht unerwartet kam der Titelgewinn für Peter Kadiru. Der Jugend-Olympiasieger von 2014, dreifache Nachwuchs-Europameister und U19-Vizeweltmeister holte sich seinen ersten nationalen Meistertitel bei den Männern in überaus souveräner Manier. Alle fünf Punktrichter hatte der 20-Jährige in seinem Finalkampf gegen Alexander Müller vom Berge (Berlin) überzeugt. „Peter hat sich gegenüber seinem Halbfinalkampf noch einmal deutlich gesteigert. Er hat sich komplett an unsere taktische Linie gehalten, hat den Gegner mit schnellen Schlägen und Aktionen klasse ausgeboxt“, analysierte Meistermacher Timm.

Einen doppelt so langen Weg zum Gold hatte Mittelgewichtler Arthur Ohanyan zu absolvieren. Und den ging er ohne den kleinsten Stolperer, was ihm nach seinem einstimmigen Punktsieg im Finale über Zelimhan Dadaev (Berlin) neben dem Meistergürtel auch den Pokal für den besten Kämpfer des Turniers eintrug. „Arthur hat in allen seinen vier Kämpfen eine tolle Leistung gebracht. Im Finale war er dann gleich Herr im Ring, fand über die Arbeit mit der Führungshand gleich die Distanz, machte daher gute Treffer mit der Schlaghand und setzte konsequent nach mit variablen Aktionen in der Halbdistanz“, schwärmte Michael Timm, der den aus Bremen stammenden 20-Jährigen seit diesem Jahr unter seinen Fittichen hat.

Ohne Medaille waren hingegen die beiden Leichtgewichtler Nenad Stancic und Surik Jangojan geblieben, die nacheinander im Achtel- und Viertelfinale am späteren Vizemeister Wessam Slamana (Völklingen) gescheitert waren. Auch die beiden Hamburger Traktor-Boxer Daniel Meyer (69 kg/Aus im Achtelfinale) und Zlatko Strauch (81 kg/Viertelfinale) hatten den Sprung auf das Treppchen verpasst.

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