Handball : Zurück auf der Drittliga-Bühne

Im Pokal hat sich Schwerins erfahrene Kreisläuferin Steffi Laas (l.) mit sechs Toren schon einmal warm geworfen. Auf ihre Qualitäten kommt es auch morgen beim Drittliga-Start in Travemünde an.
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Im Pokal hat sich Schwerins erfahrene Kreisläuferin Steffi Laas (l.) mit sechs Toren schon einmal warm geworfen. Auf ihre Qualitäten kommt es auch morgen beim Drittliga-Start in Travemünde an.

Grün-Weiß-Damen gastieren morgen, nach zwei Jahren Abstinenz, zum Drittliga-Start beim TSV Travemünde

svz.de von
14. September 2017, 23:28 Uhr

Wenn am Sonnabend um 16.30 Uhr der Pfiff der Unparteiischen in Travemünde ertönt, dann sind die Handballdamen des SV Grün-Weiß Schwerin wieder da angekommen, wo sie zwei Jahre lang hinwollten – in der dritten Handball-Liga.

Nach dem Abstieg aus Liga drei in der Saison 2014/15 und dem verpassten Aufstieg im Jahr darauf sicherten sich die Schwerinerinnen in der vergangenen Spielzeit mit dem Meistertitel in der Ostsee-Spree-Oberliga verdientermaßen ihren Startplatz in Deutschlands dritthöchster Liga. Das Ziel für die kommende Saison ist bei Grün-Weiß dabei klar, die Klasse soll gehalten.

Dass das schwer wird, wissen sie in Schwerin, umso wichtiger wird daher gleich das Auftaktspiel beim TSV Travemünde morgen im Ostseebad sein. Die erste DHB-Pokalrunde haben die Grün-Weißen schon mit bravour überstanden und auch die A-Juniorinnen des Vereins, die einen nicht unerheblichen Teil der Drittliga-Mannschaft ausmachen, haben in Recklinghausen in der Jugendbundesliga überzeugt. Zusammen mit den erfahrenen Akteuren wie Steffi Laas, Andrea Klasen, Christin Wolter und Marie Nawrot soll nun auch der Start in Liga drei gelingen. „Wir fahren weder als Favorit noch als Außenseiter nach Travemünde“, sagt Trainer Tilo Labs im Vorfeld und prognostiziert eine ausgeglichene Partie, in der es auf Kleinigkeiten angekommen wird – zum Beispiel auf die Nervosität bei einem Saisonbeginn. „Ich denke, dass wir da mit unserer Spielanlage einen Vorteil haben. Über eine gute Deckung mit Tempogegenstößen kann man sich schnell Selbstvertrauen holen.“

Ebenso wie die Schwerinerinnen hat auch der morgige Gegner eine sehr junge Mannschaft. So ist Travemündes Kapitänin Luisa Karau gerade einmal 19 Jahre jung. „Auch sie haben, ebenso wie wir, dennoch ein paar erfahrene Spielerinnen im Kader. Allerdings schätze ich die Qualität unserer älteren Spielerinnen höher ein“, baut Schwerins Trainer vor allem auf seine Achse Klasen, Wolter und Laas. Wenn sich dann noch Jantzen, Fischer oder Schmidtke genauso treffsicher zeigen, wie zuletzt im Pokal und Jugendbundesliga, dann dürfte einem Auftakterfolg nichts mehr im Wege stehen. „Die zwei Punkte sind für uns fest eingeplant“, sagt Tilo Labs, wohlwissend, dass es gegen einen Konkurrenten um den Klassenerhalt geht und die weiteren Aufgaben in den kommenden Liga-Wochen durchaus schwerer sind. Daran denken sie in Schwerin aber noch nicht, zunächst freuen sie sich darauf, endlich wieder Drittliga-Handball spielen zu dürfen.

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