Rückblick Teil IV : Zum Abschluss des Jahres 2015 nochmal aufgetrumpft

Beim 26. Herbstpokal waren 559 Einhand-Segler auf dem Schweriner See unterwegs. Die Regatta zählte wieder zu den größten Jugendregatten in ganz Deutschland.  Fotos: SYC/Privat (3)/Maxpress
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Beim 26. Herbstpokal waren 559 Einhand-Segler auf dem Schweriner See unterwegs. Die Regatta zählte wieder zu den größten Jugendregatten in ganz Deutschland. Fotos: SYC/Privat (3)/Maxpress

Sportler aus der Landeshauptstadt ließen es auch in den letzten Monaten krachen

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06. Januar 2016, 16:36 Uhr

Seit ein paar Tagen ist das Jahr 2015 nun Geschichte. Die sportlichen Leistungen der Schweriner zum Jahresende sollen aber dennoch noch erwähnt werden, denn in den Monaten Oktober bis Dezember trumpften einige Athleten aus der Landeshauptstadt nochmals groß auf.

Die Sportakrobatinnen vom VfL Schwerin zum Beispiel. Erst erturnten sich Michelle Mausolf, Shirley Klier und Gofrahn Sohl in Riesa den siebten Platz bei den Europameisterschaften, anschließenden holten sie vor heimischen Publikum bei den deutschen Juniorenmeisterschaften in Schwerin die Silbermedaille. Das zweite Trio, Julia Neumann, Lisa Rutenkolk und Noel Etiennette Bohmann wurde in Schwerin Vierter. Noch besser lief es für das Duo Lilly Kutta und Camille Herrmann. Sie wurden in Schwerin vor 1500 Zuschauern in der Palmberg-Arena deutscher Meister. Den verdienten Lohn für die starke Saison erhielten das Trio Mausolf, Klier und Sohl sowie Kutta und Herrmann im Dezember. Alle fünf wurden für die anstehende WM 2016 in China nominiert.

Zwei internationale Medaillen feierten Boxer Peter Kadiru und Judoka Carmen Brussig. Kadiru wurde in Polen U19-Europameister, Brussig gewann in Lissabon EM-Silber der Sehgeschädigten. Zu den anstehenden Europameisterschaften auf der Kurzbahn wollten auch die ehemaligen Schweriner Schwimmer Carl-Louis Schwarz und Nele Klein. Sie verpassten bei den deutschen Kurzbahnmeisterschaften aber die Qualifikation. Schwarz wurde über 50 m Rücken nur Vierter, Klein über 50 m Freistil Siebte. Für die Schwimmer des MFZK Schwerin lief es bei ihren deutschen Kurzbahnmeisterschaften besser. Sie holten insgesamt 16 Einzelmedaillen und waren auch an den Staffelerfolgen der MV-Teams beteiligt.

Einen persönlich großen Triumph feierte Triathlet Cornelius Wermann. Als einziger Amateursportler aus Mecklenburg machte er sich auf den Weg nach Hawaii zum Ironman. Die Zeit war dabei unbedeutend, ankommen war die Devise, denn noch zu Jahresbeginn hatten den Schweriner Herzrhythmusstörungen aus der Bahn geworfen. Umso bemerkenswerter war dann diese Leistung. Für Wermann sollte es der letzte ambitionierte Triathlon sein. Besser hätte es für ihn nicht enden können. Triathletin Anja Wittwer dagegen hat auch 2016 noch einiges vor. 2015 qualifizierte sie sich mit einer starken Leistung für die 70.3-Weltmeisterschaften in Australien. Dafür möchte sich auch wieder Dennis Kruse qualifizieren. 2015 wurde er bei der WM während des Rennens disqualifiziert und so um eine Top-Platzierung gebracht. Was ist sonst noch so passiert? Die Handballer der Mecklenburger Stiere haben sich von Trainer Holger Antemann getrennt. Für ihn steht jetzt Maik Handschke an der Seitenlinie. SSC-Volleyballtrainer Felix Koslowski ist seit November auch Bundestrainer der Frauennationalmannschaft. Er soll die Mammutaufgabe schaffen und die Damen noch nach Rio zu den Olympischen Spielen führen.

Das war das Sportjahr 2015. Diese vier Rückblicke können angesichts der Vielzahl erwähnenswerter Ereignisse und Ergebnisse lediglich anreißen, was im auslaufenden Jahr in Schwerin und Umgebung beziehungsweise von hiesigen Sportlern nicht zuletzt dank der Unterstützung vieler engagierter Ehrenamtler auf die Beine gestellt wurde. Eine Fortsetzung in diesem Jahr ist ausdrücklich erwünscht.

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