Fussball : „Wir fressen zu viele Gegentore“

Der FC Mecklenburg Schwerin ist nach Standards zu anfällig und kassierte auch gegen Anker Wismar zwei Gegentore nach ruhenden Bällen.
Der FC Mecklenburg Schwerin ist nach Standards zu anfällig und kassierte auch gegen Anker Wismar zwei Gegentore nach ruhenden Bällen.

Verbandsliga: Der FC Mecklenburg Schwerin und der FC Anker Wismar trennen sich mit einem 3:3-Remis

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29. September 2019, 17:22 Uhr

Wer am Freitagabend den Weg in den Sportpark Lankow gefunden hat, der wurde vom Verbandsliga-Derby zwischen dem FC Mecklenburg Schwerin und dem FC Anker Wismar nicht enttäuscht, sah er doch ein unterhaltsames Spiel, dass beim 3:3 am Ende keinen Sieger verdient hatte. Zumindest darüber herrschte auf beiden Seiten Einigkeit. „Das 3:3 geht aufgrund von Ankers zweiter Hälfte in Ordnung. Wismar hat mehr Druck entfaltet und wir haben das Fußballspielen eingestellt. Unter Strich bleibt einfach zu sagen: wir fressen zu viele Gegentore. Das müssen wir jetzt sein lassen“, resümierte Schwerins Trainer Stefan Lau.

Zweimal brachte Thorben Wurr die Schweriner im ersten Durchgang in Führung. Zunächst schoss er sehenswert in der 18. Minute von der Strafraumgrenze ins lange Eck, kurz vor der Pause drehte er nach einem direkt verwandelten Freistoß erneut zum Jubeln ab (41.). Lange hielt die Freude über diese Führungen zum 1:0 und zum 2:1 aber nicht an, kassierten die Hausherren vor 750 Zuschauer doch jeweils prompt den Ausgleich. Anker nutzte gleich zwei Standardsituationen für seine Tore. Nach einer Ecke war zunächst Sahid Wahab zum 1:1 zur Stelle, nach einem Freistoß köpfte Marco Bode dann zum 2:2 ins Schweriner Tor (23./43.). „Wir kriegen zu viele Gegentore nach Standards. Da müssen wir wie Männer verteidigen und nicht wie kleine Kinder. Wir haben das schon in der Sommervorbereitung angesprochen, dass wir Gegentore nach Standards bekommen. Da müssen wir uns verbessern, jeder einzelne. Ich auch“, sagte Doppeltorschütze Wurr, der mit dem einen Punkt nicht leben konnte: „Wir haben letzte Woche drei Tore gegen Pastow geschossen und schießen jetzt drei Tore gegen Wismar. Das muss für mindestens vier Punkte genügen.“

Genügte es aber nicht, weil Anker im zweiten Durchgang durch Petro Alergush mit einem Aufsetzer aus 16 Metern zunächst die Gäste mit 3:2 in Führung brachte (59.). Erst danach wachten die Schweriner wieder auf. Scheiterte Jakob Ewert zunächst noch an Ankers Torwart Mirco Seide, so legte Schwerins Flügelspieler nach einem sehenswert Spielzug in der 77. Minute in die Mitte auf Tino Witkowski, der aus Nahdistanz zum 3:3-Endstand köpfte. Chancen hatten im gesamten Spiel beide Mannschaften für noch mehr Tore – am Ende blieb es aber zum Ärgernis der Schweriner beim 3:3. Denn auch das ließ sich nach Spielschluss festhalten: Anker Wismar konnte mit dem Punkt besser leben, als der FC Mecklenburg.

„Wir schenken einfach durch zu leichte Tore das Ding her. Punkt. Das nervt. Punkt. Und das stellen wir hoffentlich Stück für Stück ab. Punkt“, sagte Coach Stefan Lau abschließend, der mit seiner Mannschaft am Sonnabend zum FSV Einheit Ueckermünde muss.

FC Mecklenburg Schwerin: Böttcher – Leu, Köhn, Zotke, Pekgür – Cunrady, Hollnagel (46. Witkowski), Werder (66. Queckenstedt), Zapel (80. Wittlich), Ewert, Wurr.

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