Fussball : Vier Minuten zu lang...

Machte ein Riesenspiel und war Garant für den Pampower Punktgewinn: Torwart Ronny Losereit, der hier einen Elfmeter hält.
Machte ein Riesenspiel und war Garant für den Pampower Punktgewinn: Torwart Ronny Losereit, der hier einen Elfmeter hält.

Oberliga: Der MSV Pampow kassiert nach einer 2:0-Führung in der 90. Minute gegen Hertha Zehlendorf den Ausgleich zum 2:2.

von
06. September 2020, 18:14 Uhr

Vier Minuten zu lang ging sie, die Oberligapartie zwischen dem MSV Pampow und Hertha Zehlendorf, hätte dann Pampows Torwart Ronny Losereit als Spieler des Spiels einen würdigen Abschluss gehabt, hielt der Schlussmann des MSV doch in der 86. Minute beim Stand von 2:1 für die Hausherren einen Handelfmeter von Zehlendorfs Sebastian Huke. Ein Fußballspiel geht in der Regel aber mindestens 90 Minuten und so musste Losereit, der mehrfach mit richtig starken Paraden seine Mannschaft vor einem Gegentor bewahrte, doch noch einmal hinter sich greifen. Huke traf per Fallrückzieher zum 2:2-Endstand (90.).

So war am Ende direkt nach Spielschluss erst einmal kaum einer der Spieler auf dem Platz so richtig zufrieden. Für die Gäste aus Berlin mit den Aufstiegsambitionen war das 2:2 nicht wirklich eingeplant, bei den Westmecklenburgern hingen die Köpfe dagegen etwas tiefer, weil man am Ende eine 2:0-Pausenführung noch hergegeben hat. „Wenn du so spät ein Gegentor bekommst und eine 2:0-Führung verspielst, dann bist du direkt nach dem Spiel natürlich enttäuscht. Ich denke, morgen früh werden wir uns über den gewonnen Punkt freuen“, resümierte Pampows Jannik Zotke, der dafür sorgte, dass die Hausherren nach 19 Minuten in Führung gingen, stand Zotke doch in bester Außenstürmermanier nach einer Flanke am langen Pfosten goldrichtig und traf eiskalt zum 1:0. „Da habe ich mich mal nach vorn verirrt, der Ball rutscht durch und dann brauche ich ihn nur noch einschieben“, beschrieb Zotke sein erstes Tor im MSV-Dress. Dass der Treffer kein Ausrutscher war, bewies zehn Minuten vor der Pause Christian Degener, der eine abgewehrte Flanke aus der Drehung zum 2:0 vollendete.

Nach dem Seitenwechsel zeigte Zehlendorf, warum die Berliner zu den besten Teams der Liga gehören, drückten sie die Hausherren doch kräftig in deren Hälfte. Folgerichtig kassierte Pampow nach 51 Minuten das Gegentor zum 1:2. „Das kam vielleicht etwas zu früh. Das hat uns nicht ganz so gut getan, weil wir dann etwas ins Grübeln kamen. Ich denke aber, dass wir uns als Mannschaft super gewehrt haben, jeder weiß, dass Hertha eine Top-Truppe ist“, kommentierte Losereit und schob hinterher: „Es gibt eigentlich keinen Grund, enttäuscht zu sein. Den Punkt hätten wir vor dem Spiel sicherlich so unterschrieben. Dass das Gegentor so spät fällt, ist natürlich schade, weil wir es in der Gesamtheit auch hätten besser verteidigen können. Das Drehbuch hätte einfach vier Minuten vorher zu Ende sein können.“ Vier Minuten zu lang war sie halt, die Partie, in der Marvin Runge nach 73 Minuten für das 3:1 sorgen hätte können, bei einem Konter aber zu überhastet abzog. So hielt eben Losereit mit starken Reflexen erst die Führung, um dann doch noch das 2:2 aus dem Netz holen zu müssen. Ein kleines Lächeln huschte dem Schlussmann dann beim analysieren des Spiels aber auch noch über die Lippen, weil er weiß, dass er und die Mannschaft mit der gezeigten Leistung nicht den letzten Punkt in dieser Saison geholt haben.


MSV Pampow: Losereit – Fetahi, Reis, Hoffmann – Runge, Oami, Dudiev, Labrenz, Zotke (60. Schnabl) – Degener (88. Borgmann), Camkins (72. Park).

Tore: 1:0 Zotke (19.), 2:0 Degener (35.), 2:1 Hirik (51.), 2:2 Huke (90.).

Besonderes Vorkommnis: Losereit (Pampow) hälft Handelfmeter gegen Huke (86.).

Zuschauer: 184.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen