Handball : Verhaltener Jubel über zweiten Sieg

Für Anne Rahn war es vorerst das letzte Spiel im Grün-Weiß-II-Dress. Sie wird demnächst in Leipzig ihr Studium antreten.
Für Anne Rahn war es vorerst das letzte Spiel im Grün-Weiß-II-Dress. Sie wird demnächst in Leipzig ihr Studium antreten.

Handball: Grün-Weiß Schwerin II – Stralsunder HV 27:24 (15:10)

svz.de von
30. September 2015, 23:14 Uhr

27:24 gegen den Stralsunder HV. Zweites Spiel, zweiter Sieg in der MV-Liga. Und doch fiel der Jubel bei den Handballdamen des SV Grün-Weiß Schwerin II mehr als Verhalten aus. Sie waren mit ihrer Leistung unzufrieden, weil sie wussten, dass sie es besser können. Der Gegner aus Stralsund dagegen feierte das Ergebnis wie einen Sieg. Warum? Weil die Gäste vom Strelasund 55 Minuten lang mit einer Feldspieler im Tor agierten und trotzdem die Partie bis zum Ende offen gestalteten.

„Für einige war nach der fünften Minute das Spiel gedanklich schon gewonnen“, sprach Grün-Weiß-Trainer Steffen Franke im Nachhinein die berechtige Rote Karte der Stralsunder Torhüterin Laura Foth an, die gegen Steffi Dube einen Schritt zu spät kam und sie so außerhalb des Neun-Meter-Raumes berührte. Mit Sandra Braun hütete fortan die Kreisläuferin des SHV das Tor. „Eine Feldspielerin im Tor ist immer schwer einzuschätzen, denn die Bewegungen sind eher untypisch. Irgendwo hat dann auch die letzte Anspannung gefehlt“, analysierte Grün-Weiß-Kapitänin Jana Dirschauer die Situation.

Kamen die Grün-Weißen in der ersten Halbzeit mit der „untypischen Torhüterin“ noch besser klar und spielten ihren Stiefel zum 15:10-Pausenstand runter, fehlten im zweiten Durchgang in der Defensive und Angriff oftmals die letzte Konsequenz. „Wir verteidigen einfach nicht gut, bekommen keinen Zugriff in der Abwehr. Es hapert an der Kommunikation. 24 Gegentore sind natürlich zu viel“, weiß Trainer Franke, was im nächsten Spiel besser werden muss. Besser muss auch der Torabschluss werden. „Wir haben uns zu viele Fehlwürfe geleistet. Torchancen kreieren wir aber gut“, so der Trainer weiter. Und so war es eine enge, hart umkämpfte, aber nie unfaire Partie, in der die Schwerinerinnen mit Leidenschaft und Ehrgeiz einen knappen Sieg einfuhren.

Am Sonntag steht das nächste schwere Spiel an. Dann reisen die Landeshauptstädterinnen zum neuen Tabellenführer SV Warnemünde. „Das wird ein Spiel auf Augenhöhe“, stapelt der Trainer diesmal nicht so tief, weiß er doch, dass sein Team auch die „dreckigen Spiele“ gewinnen kann.

Grün-Weiß Schwerin II: Grimm (10 P.), Pöschel (6 P.) – Sperling, Hillger 1/1, Dirschauer 5/3, Wahl, Harder, Dube 7/3, Hering 8/1, Plüm 4, Dehling 1, Rahn 1, Müller.

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