Handball : Ulzburg war eine Nummer zu groß

In der Defensive sowieso gesetzt, musste Schwerins Kreisläuferin Hanna Klingenberg gegen Henstedt-Ulzburg auch in der Offensive ran und die verletzte Steffi Laas vertreten. Das gelang ihr richtig gut – Klingenberg erzielte bei der 22:32-Niederlage vier Tore.
In der Defensive sowieso gesetzt, musste Schwerins Kreisläuferin Hanna Klingenberg gegen Henstedt-Ulzburg auch in der Offensive ran und die verletzte Steffi Laas vertreten. Das gelang ihr richtig gut – Klingenberg erzielte bei der 22:32-Niederlage vier Tore.

3. Liga Nord, Frauen: SV Grün-Weiß Schwerin – SV Henstedt-Ulzburg 22:32 (11:13)

svz.de von
05. März 2018, 23:22 Uhr

Einmal nicht eingeplante Punkte gegen ein Team aus der oberen Tabellenregion einfahren – das versuchen die Drittliga-Handballerinnen des SV Grün-Weiß Schwerin schon die ganze Saison. Waren sie in der Hinrunde ein-, zweimal nah dran, genau das zu schaffen, so scheint es jetzt nicht mehr so richtig möglich. Auch der SV Henstedt-Ulzburg war für die Grün-Weißen am Sonntag in der Reiferbahnhalle eine Nummer zu groß und entführte mit einem 32:22-Sieg zwei Punkte nach Schleswig-Holstein.

Um dem Tabellenzweiten wirklich gefährlich zu werden, fehlten den Grün-Weißen am Ende vor allem die Alternativen. „Wir waren in der Aufstellung stark gehemmt. Ohne Constanze Pötzsch, ohne Lisa Slomka und ohne die plötzlich ausfallende Steffi Laas fehlt uns schon was. Obwohl Hanna Klingenberg den Ausfall von Steffi sehr gut aufgefangen und einen guten Job gemacht hat“, befand Schwerins Trainer Tilo Labs nach Spielschluss.

Dabei waren die Gastgeberinnen zu Beginn direkt hellwach, hielten mit Henstedt-Ulzburg nicht nur mit, sondern zeigten sich auch sehr treffsicher und führten nach einer Viertelstunde mit 9:5. „Dann hat sich Ulzburg auf uns eingestellt“, so Labs, der die Gäste Tor um Tor aufholen sah, während bei den Grün-Weißen der gegnerische Kasten fast schon wie vernagelt schien. So mussten die Schwerinerinnen zur Pause einen 11:13-Rückstand hinnehmen.

Die fehlenden Wechselmöglichkeiten machten sich dann nach gut 45 Minuten bemerkbar. Bis dahin hielten Schult, Schmidtke, Veit und Co. beim 18:21 gut mit. Das hohe Tempo konnten die Schwerinerinnen dann nicht mehr mitgehen. „Am Ende haben wir es noch einmal mit einer Manndeckung versucht, das hat aber auch nicht funktioniert“, sagte Trainer Labs. So erhöhte Henstedt-Ulzburg erst auf 26:21 (52.), wenig später auf 29:22 (56.). In den letzten Minuten leisteten sich die Grün-Weißen dann noch einige technische Fehler, die die Gäste zum 22:32-Endstand nutzten.

Die Niederlage schätzte Coach Labs realistisch ein, schlecht gespielt habe seine Mannschaft nicht. Und doch bemängelte der Trainer zwei Dinge: „Unter Körperkontakt haben wir immer nur einen Notpass gespielt, der dann oft auch weggeht und zum Ballverlust führt. Das passiert Mannschaften wie Henstedt-Ulzburg nicht. Und dann fehlt es uns immer noch an Cleverness. 15 Spiele haben wir jetzt in der dritten Liga absolviert, da erwarte ich zum Beispiel von den Mädels, in Unterzahl nicht unbedingt eine schnelle Mitte zu spielen.“

Ob sich das Lazarett bis zum nächsten Spiel am Sonnabend lichtet oder größer wird, wird sich in dieser Woche zeigen. Einfacher wird die Aufgabe bei der HSG Jörl DE Viöl – aktuell Fünfter mit 22:10 Punkten – für die Grün-Weißen aber nicht. Und doch starten sie dann den nächsten Anlauf auf die heiß ersehnten „Bonuspunkte“.

SV Grün-Weiß Schwerin: Klasen, Atrott – Schmidtke 3, Dehling 1, Wichmann 1, Nawrot, Schult 4, Lück, Fischer, Jantzen 3, Wolter 3, Veit 3, Klingenberg 4/1.

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