Handball : Überraschung blieb aus

Christin Wolter (r.) war mit elf Treffern gegen Henstedt-Ulzburg die beste Werferin des SV Grün-Weiß Schwerin. Zum Weiterkommen hat es nicht ganz gereicht.
Christin Wolter (r.) war mit elf Treffern gegen Henstedt-Ulzburg die beste Werferin des SV Grün-Weiß Schwerin. Zum Weiterkommen hat es nicht ganz gereicht.

DHB-Pokal: Grün-Weiß-Damen unterliegen in der ersten Runde Drittligist Henstedt-Ulzburg vor heimischem Publikum mit 26:28

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31. August 2015, 23:37 Uhr

Am Ende waren es die Kleinigkeiten, die den Ausschlag gaben. Die Handballdamen des SV Grün-Weiß Schwerin unterlagen in der ersten Runde des DHB-Pokals dem SV Henstedt-Ulzburg knapp mit 26:28.

Wenn man dem Spielverlauf Rechnung tragen würde, stände es wohl remis, aber das zählt nicht. „Was zählt ist die Tatsache, dass unsere Mädels sich toll verkauft haben, das Spiel bis zum Ende offen gestalten konnten und gut gerüstet für den Start in der Oberliga Ostsee Spree sind“, so Trainer Andreas Sarakewitz nach 60 Minuten, gefüllt mit intensivem und teilweise schon gut anzuschauendem Handball. Dabei brauchten beide Teams etwas Zeit, um ins Spiel zu finden. Durch einen nervösen Beginn stand es nach zehn Minuten lediglich 2:2. Ab der 12. Minute übernahm der Gast zusehends das Zepter und erarbeitete sich einen ersten Drei-Tore-Vorsprung (3:6/15.). Jedoch zeigte sich Grün-Weiß unbeeindruckt, vor allem Christin Wolter traf, wie sie wollte und trug wesentlich dazu bei, dass die Gastgeberinnen beim 10:11 (27.) wieder den Anschluss fanden. Als dann Adriana Celka zweimal eiskalt zuschlug und Steffi Laas einen Konter sicher abschloss, war der Ausgleich geschafft und das Spiel begann in der zweiten Halbzeit praktisch von vorne.

In der Kabine ging es lediglich darum, die kleinen Fehler zu minimieren, die sich immer wieder einschlichen und die Gäste zu leichten Toren förmlich einluden. Genau das wurde in den ersten Minuten der zweiten Hälfte auch berücksichtigt, als Schwerin mit einem Zwischenspurt auf 19:15 enteilte und so mancher im Publikum sich verdutzt die Augen rieb. Der Drittligist brauchte da schon eine Auszeit, um sich neu zu orientieren, was ihm aber auch sehr gut gelang. So war das Spiel nach 45 Minuten beim 21:21 wieder offen. Jetzt waren es die kleinen Dinge, die das Spiel entschieden. Zu hastig wurde der Ball nach vorne gespielt, zu schnell in Überzahl abgeschlossen. Zudem steigerte sich die gegnerische Torfrau erheblich und entschärfte jetzt Würfe von Wolter, Wichmann und auch Laas. Trotzdem gelang es den Landeshauptstädterinnen, dran zu bleiben. Nach 56 Minuten stand es lediglich 25:26 und die Chancen für den Ausgleichs- oder gar den Siegtreffer waren da, wurden aber nicht genutzt.

So gewann am Ende der Favorit knapp, aber die Gastgeberinnen versteckten sich in keiner Phase. Es hat Spaß gemacht, den „jungen Wilden“ zuzuschauen, auch wenn noch lange nicht alles geklappt hat. Am kommenden Sonntag um 15.30 Uhr geht es nun in der Ostsee-Spree-Oberliga los. Gegner ist die Bundesligareserve der Füchse Berlin. Vorher findet am Freitag noch die offizielle Saisoneröffnung in der Halle an der Reiferbahn statt. Beginn ist dort um 17.45 Uhr.

Grün-Weiß Schwerin: Klasen, Güdokeit; Laas 6, Wichmann 1, Petereit, Künzel 2, Nawrot, Lück, Evangelidou, Wolter 11/4, Roloff, Panzer, Celka 6, Powierski, Czarschka.



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