Fussball : Traum-Freistoß von Reis lässt Pampower jubeln

Eigentlich hatten die Fans des MSV Pampow von Alan Dudiev (l.) und Co. ein Schützenfest gegen den Tabellenletzten Grimmen erwartet. Am Ende siegten die Hausherren aber „nur“ mit 3:0.
Eigentlich hatten die Fans des MSV Pampow von Alan Dudiev (l.) und Co. ein Schützenfest gegen den Tabellenletzten Grimmen erwartet. Am Ende siegten die Hausherren aber „nur“ mit 3:0.

Verbandsliga: Holpriger 3:0-Heimerfolg des MSV über den tapfer kämpfenden Tabellenletzten aus Grimmen

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03. Oktober 2018, 23:13 Uhr

Es war die 86. Minute im Spiel des Tabellenführers gegen das Schlusslicht. Pampow hatte den Grimmener SV zu Gast und musste am Dienstagabend bis kurz vor Ende tatsächlich zittern. Dann jedoch legte sich Kapitän Matthias Reis einen Freistoß zurecht, lief an und schoss ein Tor wie aus dem Bilderbuch. Mit seinem starken linken Fuß zirkelte er das Leder aus halbrechter Position über die Mauer in den rechten oberen Torwinkel. Der Jubelschrei vom Feld und von den Zuschauern, die es mit dem MSV hielten, zeigte, wie wichtig dieser Treffer zum 2:0 war. Ein riesiger Pulk aus Spielern und Betreuern feierte gemeinsam vor der Trainerbank. „Bis dahin haben wir uns schwergetan“, sagte Coach Ronny Stamer. Seine Truppe führte zwar mit 1:0 durch einen Treffer von Rafael da Silva Cruz, doch wirklich souverän war der Auftritt bei zum Teil sehr ungemütlichen Bedingungen mit kaltem Wind und Regen nicht. „Grimmen hat nicht unbedingt gespielt wie ein Tabellenletzter. Sie haben uns gerade in den Zweikämpfen alles abverlangt und unsere Lösungen dagegen waren nicht immer gut, weil zum Teil etwas Tempo und Überzeugung fehlten“, so der Coach.

Besonders in der ersten Hälfte tat sich der Spitzenreiter schwer. Im 3-5-2-System bekamen die Stürmer Ernst und Cruz viel zu wenig verwertbare Bälle und im Konterspiel hatte Grimmen sogar einige verheißungsvolle Angriffe, inklusive gefährlicher Abschlüsse. So musste Keeper Losereit Mitte der ersten Hälfte mit einer Glanzparade einen Rückstand verhindern. Auf der Tribüne machte sich Unruhe breit. Die Erwartungshaltung nach der 6:0-Gala in Stralsund war hoch. Gegen den Letzten sollte aus Sicht der Piraten-Fans ein Schützenfest folgen. Daraus wurde nichts, denn Grimmen machte ein richtig gutes Spiel. Mitte der zweiten Hälfte traf der Gast sogar zum 1:1 – vermeintlich. Der Assistent an der Linie erkannte: Abseits. Aufatmen beim MSV.

Erst das Traumtor von Reis besiegelte die Niederlage der Gäste. Im Zuge dieser Euphorie legte der MSV nach. Runge, der auch schon Vorbereiter des 1:0 war, setzte sich auf dem rechten Flügel durch und flankte in die Mitte. Dort vollendete Torjäger Ernst höchst elegant. Mit der Hacke hinter dem Standbein bugsierte er das Leder zum 3:0 ins Tor (87.). Damit markierte er bereits seinen elften Saisontreffer und liefert sich mit Witkowski vom FC Mecklenburg (9) und Karg vom Güstrower SC (7) derzeit einen Dreikampf an der Spitze der Goalgetter.

Seine nächsten Treffer könnte der Knipser des MSV schon morgen nachlegen. Dann gastiert Pampow um 20 Uhr in Malchin und will die Tabellenführung behaupten oder sogar ausbauen.

MSV Pampow: Losereit – Looks, Reis, Hasselmann – Finke, Höhn (65. Schlatow), Dudiev, Runge, Zschaubitz (78. Nawrot), Ernst, da Silva Cruz (88. Finkenstein).

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