Fussball : Top-Spiel geht an den FCM

Spruchbanner waren am Wochenende nicht nur in den Profi-Ligen zu sehen. Auch die Anhänger des 1. FC Neubrandenburg machten während des Spiels beim FC Mecklenburg Schwerin auf kreative Weise ihrem Ärger Luft.
Spruchbanner waren am Wochenende nicht nur in den Profi-Ligen zu sehen. Auch die Anhänger des 1. FC Neubrandenburg machten während des Spiels beim FC Mecklenburg Schwerin auf kreative Weise ihrem Ärger Luft.

Verbandsliga: Der FC Mecklenburg gewinnt gegen Neubrandenburg das Duell Vierter gegen Zweiter mit 3:1 (1:1).

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08. März 2020, 16:30 Uhr

Für einen kurzen Moment rückte das Verbandsliga-Spiel zwischen dem FC Mecklenburg Schwerin und dem 1. FC Neubrandenburg in den Hintergrund, sorgten doch die mitgereisten Neubrandenburg Fans bei vielen Zuschauern mit einem Spruchbanner für ein Schmunzeln. So gratulierten die FCN-Fans darauf dem Liga-Letzten aus Bützow zum Aufstieg in die Oberliga und machten damit ihren Unmut über die Neubrandenburger Vereinsführung Luft, nachdem in der Woche bekannt wurde, das ebenso wie Anker Wismar auch Neubrandenburg nicht für die Oberliga melden würde. Kurz darauf entschied Schwerins Markus Studier mit seinem 3:1 aus gut elf Metern nach Vorarbeit von Jakob Ewert die Partie für den FC Mecklenburg Schwerin. „Wir haben wieder ein Heimspiel gewonnen - und das, nachdem wir zurücklagen. Ich glaube, dass wir es mehr wollten als Neubrandenburg“, resümierte Schwerins Coach Stefan Lau.

Großes Abtasten gab es im Sportpark Lankow nicht und nach 20 Minuten lag der Ball auch erstmals im Schweriner Tor, als Christoph Fischer einen Freistoß zum vermeintlichen 1:0 köpfte. Die Unparteiischen entschieden allerdings auf Abseits. „Das kann schon sein. Von uns aus war das schwer zu sehen“, kommentierte Lau. Kurz darauf waren die Gäste erneut nach einem Standard zur Stelle, dieses Mal traf Dennis Kühl und dieses Mal zählte der Treffer (26.). „Danach war es wichtig, dass wir direkt geantwortet haben“, sagte Stefan Lau, der zunächst einen Freistoß von Tim Queckenstedt an die Querlatte schlenzen sah und anschließend über das 1:1-Abpraller-Tor von Emanuel Gstettner jubelte (37.). „Danach hatte Lucas Hube noch eine richtig gute Chance. Das muss normalerweise das 2:1 sein. Allerdings hält Benjamin Wegener auch gut“, so Schwerins Trainer über die vergebene Pausenführung.

In der Halbzeit fand Lau dann offenbar die richtigen Worte, waren die Hausherren doch nun wacher und bestimmter: „Ich habe den Jungs gesagt, dass wir schneller und vor allem mutiger spielen müssen.“ Nachdem der FC Mecklenburg zunächst gute Möglichkeiten liegen ließ, jubelte man nach 70 Minuten dann über die 2:1-Führung. Den Schuss von Lucas Hube konnte FCN-Keeper Wegener noch nach vorn abwehren, beim Nachschuss von Kapitän Tino Witkowski war er dann aber machtlos. „Danach musste Neubrandenburg natürlich aufmachen, was uns Räume bot“, sagte Stefan Lau. So bediente Jakob Ewert zehn Minuten vor Schluss den mitgelaufenen Markus Studier, der anschließend zum eingangs erwähnten 3:1-Endstand traf.

Am Sonnabend gastiert der FCM beim Rostocker FC. Der ist neuer Liga-Zweiter und hat zumindest für die Oberliga gemeldet. Ein Spruchbanner zum Schmunzeln ist also eher nicht zu erwarten, einen Sieg wie gegen Neubrandenburg würden die Schweriner aber dennoch gern mitnehmen.

FC Mecklenburg Schwerin: Böttcher – Lachnitt (66. Cunrady), Gstettner, Deters – Leu, Studier, Queckenstedt, Witkowski – Hube, Wurr (84. Köhn), Ewert.

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