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Schweriner SC : SSC-Sechser ist „Meister“ der Hinrunde

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schwerin besiegt Wiesbaden zu Hause mit 3:1.

svz.de von
erstellt am 13.Dez.2015 | 21:00 Uhr

Wen immer man am Samstag vor der Bundesliga-Partie auch fragte, die Antwort war stets die gleiche: Schwerins Volleyballerinnen besiegen den VC Wiesbaden mit 3:1. „Echt? Hätte ich aber auch getippt“, sagte SSC-Mittelblockerin Anja Brandt nach der letzten SSC-Partie in der Bundesliga-Hinrunde. Und hätte wie alle Recht gehabt.

Nach 97 Spielminuten standen der 3:1-Erfolg (-24, 12, 13, 21) und die Herbstmeisterschaft der als einzige zu Hause noch ungeschlagenen Schwerinerinnen fest. Die 31 Punkte des SSC aus zwölf Spielen sind selbst für den deutschen Meister Dresdner SC als ärgstem Verfolger (24 Punkte/10 Spiele) nicht mehr zu schaffen. Damit hat der SSC zwar für die Saison noch nichts erreicht, Balsam für die Seele aber ist der Platz an der Sonne allemal.

„Ich bin sehr zufrieden. Nach holprigem Beginn haben wir uns in die Partie hineingekämpft, haben den Rhythmus aufnehmen können und das Spiel danach eindrucksvoll dominiert“, freute sich SSC-Trainer Felix Koslowski.

Mitte des ersten Satzes allerdings waren bei vielen der 1950 Zuschauer die Hoffnungen auf ein Happyend des Abends geschrumpft. Vor allem, weil Wiesbaden bis dahin das Beste zeigte, was eine Gästemannschaft in dieser Saison bislang in der Palmberg-Arena anzubieten hatte. „Sie haben sehr gut aufgeschlagen und uns in der Annahme vor große Probleme gestellt“, sagte SSC-Kapitän Lousi Souza Ziegler.

Beim Stande von 13:18 reagierte Trainer Koslowski. Für die zuletzt im EC in Plowdiw stark angreifende Ariel Turner brachte er mit Nationalspielerin Jennifer Geerties die aktuell beste Annahmespielerin der Bundesliga und stellte so die Weichen in Richtung Sieg.

Beinahe sogar noch im verkorksten ersten Satz. Doch ging der nach grandioser Aufholjagd und 24:23-Führung des SSC mit 24:26 am Ende knapp verloren. Danach aber brannte der SSC ein wahres Feuerwerk ab. „Mit Jenny kam Sicherheit in die Annahme. Dadurch konnte Denise Hanke die Bälle besser verteilen und wir spielten das schnelle Spiel, das wir uns vorgenommen hatten“, resümierte Kapitän Souza Ziegler.

Zudem hatte sich der SSC auf die anfangs kreuzgefährlichen Hinterfeldangriffe der Gäste eingestellt und auch am Netz Wiesbadens Angreiferinnen eine Menge Bälle abgekauft. 17 Blockpunkte verzeichnete die Statistik und dazu mit Tabitha Love (24), einmal mehr zur SSC-Spielerin der Partie erkoren, Lousi Souza Ziegler (15), Jennifer Geerties (12) und Anja Brandt (11) gleich vier Spielerinnen, die zweistellig punkteten.

Lediglich im vierten Satz fand Trainer Koslowski noch ein Haar in der Suppe. „Da waren zwei, drei Bälle, die wir nicht nahmen, deshalb wurde es noch einmal enger“, erläuterte der Coach, wie es von einer 8:4-Führung zum 13:15-Rückstand kommen konnte.

Dass sein Team trotz strapaziöser EC-Reisewoche dann noch einmal die Tugenden der beiden vorherigen Turbo-Sätze hervorholen und mit gefährlichen Aufgaben, konzentrierter Annahme, variablen Angriffen und effektivem Blockspiel den Sack zubinden konnte, erfüllte den 31-Jährigen mit Genugtuung. „Wie gesagt, ich bin sehr zufrieden“, sagte er.

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