Ausbildungsoffensive im Handball : Sport und Beruf zusammen bringen

Lehre und Sport im Einklang: Lars Petereit von der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, Spielerin Steffi Dube und Moderator Stevie Marquardt (r.) erklären die Ausbildungsoffensive.
Lehre und Sport im Einklang: Lars Petereit von der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, Spielerin Steffi Dube und Moderator Stevie Marquardt (r.) erklären die Ausbildungsoffensive.

SV Grün-Weiß Schwerin startet neues Projekt, um Spielerinnen außerhalb des Handballs eine Perspektive aufzuzeigen

svz.de von
27. März 2014, 23:24 Uhr

Der Vorstand und die Geschäftsführung des SV Grün-Weiß Schwerin luden alle Sponsoren und Förderer des Vereins zur Ankündigung der Ausbildungsoffensive 2014 bis 2016 in die Halle an der Reiferbahn ein. Viele waren dieser Einladung gefolgt, um sich ein Bild von den angebotenen Möglichkeiten und Perspektiven zum Thema Ausbildung zu machen. Immerhin erreichen in jedem Jahr ungefähr 20 junge Damen das ausbildungsfähige Alter, die durch den Handballsport gefestigt und im Team erfolgreich arbeiten können.

Auf diese Möglichkeiten ging Jens Wichmann von Mercedes Benz in seinen Erläuterungen speziell ein. Außerdem wurde von beiden Seiten erkannt, wie schwierig es für Ausbildungsbetriebe ist, interessierte und engagierte Azubis zu bekommen. Genau da ist der Ansatz für die Offensive des Vereins zu suchen. Ziel sollte es sein, einerseits jungen Spielerinnen eine interessante berufliche Perspektive zu bieten, um sie andererseits in der Region zu halten. Natürlich soll dann auch der sportliche Weg in Schwerin, möglicherweise in der dritten Handball-Bundesliga, weiter geführt werden. Moderator Stevie Marquardt und Lars Petereit von der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin unterhielten sich dazu mit Steffi Dube, einer Spielerin aus dem Kader der ersten Frauenmannschaft. Sie ist quasi Vorreiterin dieser Idee, spielt seit Jahren erfolgreich Handball in der Landeshauptstadt und unterschrieb im vergangenen Jahr einen Ausbildungsvertrag bei der Sparkasse. „Die Ausbildung macht mir viel Spaß, dazu passt, dass ich nach kurzen Absprachen Beruf und Sport gut unter einen Hut bekomme“, argumentiert Steffi Dube.

„Unsere Sponsoren und Förderer können ein riesiges Potenzial an beruflichen Perspektiven vorweisen, die wir unseren Spielerinnen anbieten möchten.“ Das ist die eine Seite, auf die Christian Stolz als Abteilungsleiter Handball hinwies. „Wir als Verein hingegen bieten einen sehr interessanten Bewerberkreis aus hochmotivierten und charakterlich stark entwickelten jungen Damen, die im Leistungssport groß geworden sind. Da sollte doch eine fruchtbare und zielführende Zusammenarbeit möglich sein“, so Stolz weiter.

Die Gäste bestätigten dies im Anschluss an die Veranstaltung in den Gesprächen. Viele waren begeistert von dieser Idee und warten nun auf die zweite Stufe, in der vorhandene Interessen und Ideen gesammelt werden. Offene Ausbildungsplätze werden zusammengefasst und bei Veranstaltungen mit Trainern und Betreuern sowie Spielerinnen und Eltern vorgestellt. Ein Schritt in die richtige Richtung, der allen helfe, sowohl Ausbildenden als auch Ausbildungssuchenden, und der Spielerinnen dazu bewegen könne, in Schwerin zu bleiben, so der Tenor des Abends.


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