Landespokal FCM : Sieben auf einen Streich

Evgeni Pataman (l.) erzielte bereits nach neun Minuten den Schweriner Führungstreffer.
Evgeni Pataman (l.) erzielte bereits nach neun Minuten den Schweriner Führungstreffer.

FCM: Unerwartet hoher 7:0-Auswärtserfolg beim FC Förderkader Rostock

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16. November 2015, 08:00 Uhr

Von einem souveränen Pokal-Erfolg des FC Mecklenburg Schwerin zu sprechen wäre untertrieben, von einer Galavorstellung vielleicht etwas übertrieben. Irgendwo in der Mitte sollte die tolle Leistung der Landeshauptstädter einzuordnen sein.

200 Zuschauer, davon die Hälfte aus Schwerin, sahen über die gesamten 90 Minuten einen äußerst selbstbewusst auftretenden FCM, der sich nicht nur seiner spielerischen Mittel, sondern auch seiner konditionellen Vorteile sicher war. Nach verhaltenem Spielbeginn, schon in der 9. Spielminute die Gästeführung. Ein Zuspiel von Felix Michalski nutzte Evgeni Pataman und überwand Thilo Mülling im Tor des FC Förderkader mit platziertem Flachschuss. Es gab bis zur 37. Minute Chancen auf beiden Seiten – die deutlich besseren aber für den FCM. Dazu gehörten insbesondere zwei Freistoßsituationen aus 18 Metern nach Foul an David Laudan und aus 14 Metern nach einem unerlaubten Rückpass eines Rostocker Spielers. Dann aber die 37. Spielminute und das 2:0. Nach Pass von Evgeni Pataman war Felix Michalski zur Stelle und erzielte den Treffer zum Pausenstand.

Die zweite Halbzeit begann mit einer richtig guten Tormöglichkeit für den FC Förderkader. Torsten Dahnke scheiterte nach 52 Minuten freistehend am großartig reagierenden Mark Ellenschläger im Schweriner Tor. Das sollte es dann für die Hausherren aber auch gewesen sein. Fortan spielte nur noch eine Mannschaft und das war der FCM. Es folgten Kombinationen, fast wie aus dem Lehrbuch und weitere Tore waren nur eine Frage der Zeit. Zunächst war es ein Eigentor, das zum vorentscheidenden 3:0 führte. Eine Eingabe von Tim Schmal konnte Max Körting nur noch unglücklich abfälschen. Was dann kam, war ein richtig guter Auftritt des FCM. Nach 63 Minuten der vielleicht schönste Treffer zum 4:0. Nach tollem Kombinationsspiel, schon aus der Abwehr heraus, kam Tino Witkowski an den Ball, bediente mustergültig Evgeni Pataman, der mühelos vollenden konnte. Nach 79 Spielminuten das 5:0 durch Enrico Karg nach starker Einzelleistung und schließlich war es Felix Michalski vorbehalten, mit zwei weiteren Treffern den in dieser Höhe nicht erwarteten Auswärtserfolg sicherzustellen.

In Schwerin bleibt man trotz des Halbfinal-Einzuges weiter auf dem Boden der Tatsachen, denn schon nächstes Wochenende geht es mit voller Konzentration in Anklam in der Liga weiter – auch wenn alles andere als ein FCM-Sieg überraschend wäre.

FC Mecklenburg Schwerin: Ellenschläger – Wandt, Drews, Laumann, Laudan (84. Walter), Kaminski (40. Schmal), Bohmann, Witkowski, Pataman, Schmandt (70. Karg), Michalski.

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