Fussball : Schwerer, als es aussah

Erzielte am Freitagabend mit dem zwischenzeitlichen 5:1 seinen ersten Pflichtspieltreffer für den MSV Pampow: Winter-Neuzugang Abdoul Baraka Traoré (M.)
Erzielte am Freitagabend mit dem zwischenzeitlichen 5:1 seinen ersten Pflichtspieltreffer für den MSV Pampow: Winter-Neuzugang Abdoul Baraka Traoré (M.)

Verbandsliga: Doppeltes Jubiläum und Tor-Premiere beim letztlich klaren 6:1-Sieg der Pampower gegen Stralsund

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31. März 2019, 23:15 Uhr

Besser hätte der Abend für Christoph Hasselmann kaum laufen können. Gegen den TSV Stralsund absolvierte der Mittelfeldakteur für den MSV Pampow sein 200. Pflichtspiel und wurde dafür vor dem Spiel von der Vereinsführung noch geehrt. Später dann schoss er den wohl meist umjubelten Treffer des Abends: Mit einem fulminanten – zwar abgefälschten – Weitschuss aus gut 25 Metern zum 3:1 machte sich das 31-jährige MSV-Urgestein, das nicht gerade für viele Tore bekannt ist, selbst das schönste Geschenk zum Jubiläum.

Doch das war nur eine von vielen Geschichten beim Pampower 6:1 (1:1) gegen Stralsund. Auch Kevin Looks machte die 100 Pflichtspiele für den MSV Pampow voll. Seit 2015 spielt der 30-Jährige, der am Freitag als rechter Innenverteidiger der Dreierkette aufgeboten war, für Pampow. Johannes Ernst verdingte sich zudem erneut als Torjäger vom Dienst und markierte im 20. Saisonspiel seine Treffer 20 bis 22. Und dann war da noch Winterneuzugang Abdoul Baraka Traoré, der in seinem zweiten Spiel für Pampow nach Einwechslung sein erstes Tor für Grün-Weiß erzielte.

Durchaus also allerhand zu Feiern am Gartenweg, doch lange Zeit war nicht klar, ob die entscheidende Rahmenbedingung für gute Laune, drei Punkte gegen Stralsund, überhaupt erfüllt werden konnte. Denn Stralsund, lange Zeit Tabellenletzter, in 2019 aber bis zum Freitagabend noch ungeschlagen mit drei Siegen, unter anderem dem 4:1 gegen Güstrow, und einem Unentschieden, erwies sich über 65 Minuten als harte Nuss.

Dabei hätte Pampow die Zeichen schon früh auf Sieg stellen können. In der sechsten Minute trat Verteidiger Sebastian Drews zum Foulelfmeter an, scheiterte aber an TSV-Schlussmann Alexander Gernetzki, der damit aber schon seine beste Szene des Abends hatte. „Wir hätten viel mehr schießen sollen, um die Probleme des Torwarts auszunutzen“, sagte deshalb auch MSV-Trainer Ronny Stamer, der ebenfalls die Unsicherheiten des Torwarts bemerkt hatte. Auch die Größenvorteile gegenüber den Stralsundern nutze Pampow lange Zeit viel zu wenig, auch wenn die ersten beiden Ernst-Tore und der Traore-Treffer per Kopf fielen.

Dafür war der Gast giftig in den Zweikämpfen und „war sehr fleißig, gerade im Rückwärtsgang“, wie Stamer dem Gegner attestierte. Weil Pampow anfangs seine Chancen aber nicht nutzte, kam Stralsund in der zweiten Halbzeit zunächst verdient zum Ausgleich, doch spätestens Hasselmanns Sonntagsschuss und eine überharte Gelb-Rote Karte für Stralsund machten die Hoffnungen der Gäste zunichte. „Es war für uns nicht so leicht, wie es am Ende vielleicht aussah,“ resümierte Stamer letztlich.

MSV Pampow: Losereit - Looks, Drews, Reis - Wegner, Hasselmann - Finkenstein (60. Runge), Dudiev (70. Traore), Zschaubitz - Da Silva Cruz, Ernst (82. Waack)

Tore: 1:0 Ernst (30.), 1:1 Bergmann (63.), 2:1 Ernst (65.), 3:1 Hasselmann (70.), 4:1 Reis (72.), 5:1 Traoré (78.), 6:1 Ernst (81.)

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