Fussball : Schlatow-Tor hält MSV auf Kurs

Ständiger Unruheherd: Erik Zschaubitz (r.) war der einzige Pampower, den die Boizenburger, hier Patrick Bahl (l.) und Florian Lüders, nicht in den Griff bekamen.
Ständiger Unruheherd: Erik Zschaubitz (r.) war der einzige Pampower, den die Boizenburger, hier Patrick Bahl (l.) und Florian Lüders, nicht in den Griff bekamen.

Verbandsliga: Pampow dreht durch einen späten Treffer das Spiel gegen die SG Aufbau Boizenburg.

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28. April 2019, 17:20 Uhr

Pampow | „Dass wir das hier nicht mit 5:0 gewinnen, war mir schon vorher klar“, ließ sich MSV-Trainer Ronny Stamer nach dem Freitagabendspiel seiner Pampower gegen die SG Aufbau Boizenburg zitieren. Nach dem klaren 7:2-Erfolg im Hinspiel und auch dem 4:0-Erfolg der Pampower im Landespokal sei es erwartbar gewesen, „dass die Boizenburger Jungs extrem heiß“ wären, zumal einige von ihnen früher das MSV-Trikot trugen. Dass es am Ende aber nur ein 2:1 (0:1) wird, in dem sein Team lange einem Rückstand hinterher lief und am Ende zwar verdient, wenn doch auch glücklich siegte, hätte Stamer aber vermutlich auch nicht gedacht.

Der eingewechselte Franz Schlatow war es, der in der 88. Minute per Kopf über die Handschuhe vom ansonsten gut haltenden Boizenburger Schlussmann Kevin-David Zlotkowski einnickte und somit den wichtigen Dreier im Kampf um den Meistertitel sicherte. In der Nachspielzeit flog der Siegtorschütze nach einer Rudelbildung noch mit Rot vom Platz und kurz zuvor setzte Fabian Lamer einen Kopfball an die Latte vom Tor des nicht immer sattelfest wirkenden Ronny Losereit.

Den Rest der zweiten Halbzeit hatten Stamers Männer aber weitestgehend im Griff. Nachdem Johannes Ernst nach einer Erik-Zschaubitz-Hereingabe den Ausgleich erzielte (56. Minute), wuchs der Druck auf die bis dahin sehr giftig verteidigenden Boizenburger minütlich. Entlastung war kaum mehr drin. Es war jener Zschaubitz, über den ein Großteil der MSV-Angriffe lief. Der schnelle Flügelflitzer war aber auch der Einzige, der sich dauerhaft gegen seinen Gegenspieler durchsetzen konnte. Sowohl Ernst als auch Rafael da Silva Cruz waren lange Zeit abgemeldet und erst gegen Ende bei schwindenden Kräften der Boizenburger punktuell gefährlich.

Vor allem in der ersten Halbzeit fand Pampow keinen Weg durch die Aufbau-Abwehr. Lange Bälle auf die Flügel waren das einzige Mittel, das aber zunächst auch nicht wirkte. Die Mitte war komplett dicht. „Aber so ist das eben, wenn man nicht bereit ist, die letzten zehn Meter auch zu gehen“, kritisierte Coach Stamer die Einstellung seiner Mannschaft vor der Pause. Ein Schuss von Ernst an den Pfosten war so auch die einzige nennenswerte Chance des Tabellenführers. Stattdessen sorgte Abwehrchef Sebastian Drews mit einem Querpass vor dem Strafraum in die Füße von Patrick Bahl für Brisanz vor dem eigenen Tor. Der Boizenburger traf zwar nur das Gehäuse, machte es aber ein paar Minuten später mit einem sehenswerten Fernschuss besser und sorgte für die überraschende Führung (16.), die letztlich die Niederlage der Gäste aber auch nicht verhindern konnte.

Pampow: Losereit - Looks, Reis, Drews, Hasselmann, Runge (73. Schlatow), Höhn, Finkenstein (79. Tsagaraev), Zschaubitz, Ernst, da Silva Cruz

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