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23. November 2017 | 05:02 Uhr

Schach : Schachfreunde steigen doppelt ab

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schweriner mussten am letzten Spieltag der 2. Bundesliga und der Oberliga bittere Pillen schlucken

svz.de von
erstellt am 27.Apr.2016 | 23:01 Uhr

Für die Schachfreunde Schwerin hat sich die 2. Bundesliga erst einmal wieder erledigt – und auch das Oberliga-Team des Vereins muss in der nächsten Saison eine Liga tiefer antreten.

In der 2. Bundesliga musste ein Sieg her, um den Klassenerhalt doch noch zu schaffen. Leider erwies sich der Gegner von Tegel Berlin dafür als eine Nummer zu groß. Wie ernst der Gegner das Spiel trotz bereits gewonnener Staffel nahm, zeigt die Teilnahme von 3 Großmeistern und zwei Internationalen Meistern. Nachdem Anfangs vier Unentschieden durch Sebastian Kesten, Rainer Röhl, Christoph Wolf und Karsten Schulz gelangen, machte Berlin ernst. An den letzten beiden Brettern verloren für Schwerin Arvid Grahl und Wilfried Heinsohn und auch am Spitzenbrett musste Schwerins Ilya Spivak seinem Gegner bald danach zum Sieg gratulieren. Hendrik Reichmann holte dann das letzte Remis zur deutlichen Niederlage, die den Abstieg besiegelte. Bitter für die Schachfreunde, die mit 3 Siegen in die Saison starteten, danach aber keinen Punkt mehr holten.

Durch den Abstieg der Bundesligamannschaft waren auch alle denkbaren Konstellationen für einen Klassenerhalt der zweiten Mannschaft in der Oberliga vom Tisch. Selbst ein Sieg am letzten Spieltag der Oberliga gegen Marmsdorf hätte nicht zum Klassenerhalt gereicht. Nach 5 Stunden stand es ausgeglichen, aber in den letzten drei Partien kippte das Match zu Schwerins Ungunsten. In der Saison blieben letztlich zu viele Chancen ungenutzt.

In der Verbandsliga mussten die Schweriner am letzten Spieltag zum direkten Verfolger nach Güstrow. Diese wollten unbedingt gewinnen, um selber das erste Mal in die Oberliga aufzusteigen. Nachdem Güstrow 3-2 in Führung gegangen war, glich Michael Kupfernagel vorübergehend für Schwerin zum 3-3 aus. Ralph Wagner spielte danach remis (bester Schweriner ist dieser Saison mit 8 Punkten aus 9 Spielen), aber die letzte Partie entschied Güstrow für sich. Spiel, Satz und Aufstieg damit für Güstrow, die den Schwerinern tatsächlich noch den Titel in der Verbandsliga entrissen.

Erfreulicheres lieferten dafür die Bezirksliga-Mannschaften. SF Schwerin V verlor zwar gegen Think Rochade Rostock, blieb aber auf Platz 2 in der Bezirksliga Mitte. In der Staffel West konnte die sechste Mannschaft endlich nach mehreren Anläufen den Titel holen und steigt damit in die Landesliga auf. SF Schwerin VII vertraute in dieser Saison vor allem auf die Nachwuchsspieler, hatte aber nie Probleme die Klasse zu halten.

Für die Schachfreunde Schwerin endet damit eine durchwachsene Saison. Die Abstiege schmerzen, sollen aber in der neuen Saison Ansporn sein, wieder besser zu spielen.

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