Fussball : Rückstand gedreht

Selten kam der FC Mecklenburg Schwerin, hier Simeon Cunrady (l.), gegen den FC Förderkader zu guten Abschlüssen. Den Sieg heimsten die Schweriner beim 3:1 aber dennoch ein.
Selten kam der FC Mecklenburg Schwerin, hier Simeon Cunrady (l.), gegen den FC Förderkader zu guten Abschlüssen. Den Sieg heimsten die Schweriner beim 3:1 aber dennoch ein.

Verbandsliga: FC Mecklenburg Schwerin besiegt den FC Förderkader René Schneider nach 0:1 noch mit 3:1

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24. November 2019, 18:30 Uhr

Die zweite Hälfte war gerade einmal ein paar Minuten alt, da schlug FCM-Verteidiger Niels Laumann einen langen Ball in Richtung Sturmspitze, der nicht ankam. Prompt „raunzte“ ihn sein Trainer Stefan Lau an, dass er das doch sein lassen soll, gab der Matchplan des FC Mecklenburg Schwerin doch vor, das hohe Pressing des FC Förderkader René Schneider mit kurzen Pässen spielerisch zu umgehen. Das hat am Ende vor allem in der Schlussphase des Freitagabendspiel der Verbandsliga geklappt, just als die Kräfte der Gäste aufgrund ihres hohen läuferischen Aufwandes nachließen. So drehte der FCM einen 0:1-Rückstand aus dem ersten Durchgang in einen am Ende souveränen 3:1-Sieg.

„Ich hatte zu keiner Phase die Furcht, dass das hier schief geht. Da hatten wir schon andere Spiele. Ich fand es hinten raus sogar relativ souverän von uns“, resümierte Schwerins Trainer Lau nach Spielschluss. Er war mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden, weil sie – außer der besagten Szene – versucht hat, spielerische Lösungen gegen das hohe Pressing der Rostocker zu finden.

Das hat im ersten Durchgang allerdings selten geklappt, zu ungenau agierte der FCM im Mittelfeld und im letzten Drittel. So leisteten sich die Schweriner nach 24 Minuten auch einen unnötigen Ballverlust im Spielaufbau, den der bis dato sieglose Förderkader durch Maximilian Buchmann in eine 1:0-Führung umwandelte. Die Gäste hätten gar noch höher führen können, wenn nicht FCM-Torwart Max Böttcher sowie das Lattenkreuz zur Stelle gewesen wären. Die beste Chance der Hausherren hatte im ersten Durchgang Jakob Ewert, der, nachdem er den Keeper umkurvte, allerdings zu schwach schoss, sodass ein Förderkaderspieler den Ball noch vor der Linie wegschlagen konnte.

Erst im zweiten Durchgang sollten die 245 Zuschauer im Sportpark Lankow Grund zum Jubeln haben. So zielte FCM-Kapitän Tino Witkowski nach 52 Minuten aus gut 20 Metern richtig genau und hämmerte den Ball trocken ins Dreiangel zum 1:1-Ausgleich. Chancen blieben danach auf beiden Seiten Mangelware – der Förderkader kam gar in Halbzeit zwei zu keiner nennenswerten Szene.

Nachdem Berg Pekgür nach einem schönen Spielzug über Jeffrey Wittlich, Tino Witkowski und Hannes Köhn etwas zu platziert schoss und der Ball neben das Tor ging (69.), musste für die Schweriner Führung ein berechtigter Handelfmeter herhalten, den Tim Queckenstedt zum 2:1 verwandelte (75.). Die Kräfte der Gäste schwanden nun deutlich und auch sie leisteten sich einen eklatanten Fehler im Spielaufbau, den der FCM über Vorlagengeber Pekgür und Torschütze Witkowski dann zum 3:1-Endstand ausnutzte (79.).

So feierte der FC Mecklenburg in der Liga seinen dritten Sieg in Folge. Nummer vier darf gern am Sonnabend beim Penzliner SV folgen.

FC Mecklenburg Schwerin: Böttcher – Studier, Laumann, Gstettner, Wittlich – Werder (62. Queckenstedt), Köhn, Cunrady, Witkowski (86. Zapel), Ewert (62. Pekgür) – Kirilov.

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