Judo : PSV-Talent erstmals auf dem Podest

Timo Acktun präsentiert stolz seinen Pokal.
Timo Acktun präsentiert stolz seinen Pokal.

Judoka Timo Acktun wird bei den Deutschen U18-Meisterschaften Dritter

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03. März 2015, 23:31 Uhr

Die „Pflicht“ hatte Judoka Timo Acktun mit dem Landesmeistertitel und dem dritten Platz bei den Nordostdeutschen Meisterschaften bereits mit Bravour erfüllt. Die „Kür“ sollte dem jedoch in nichts nachstehen, denn bei den diesjährigen Deutschen U18-Meisterschaften erkämpfte sich das 16-jährige Talent des PSV Schwerin nun ebenfalls einen Podestplatz. Nach fünf Kämpfen im 55-Kilo-Limit sprang am Ende ebenfalls ein dritter Platz heraus. Für den jungen Sportler ist es der größte Erfolg der noch jungen Karriere.

Dabei musste sich der Sportgymnasiast erst überwinden, überhaupt nach Herne zu fahren: „Ich wusste, ich bin allein dort und muss mich alleine warm machen. Das ist dann nicht so toll. Als ich dann aber am Freitag die fertige Halle gesehen habe, spürte ich dann doch die Anspannung und die Vorfreude.“ Und dann ist der PSV-Judoka stark in den Wettkampf gestartet: Gegen den Mitteldeutschen Meister Niels Blagnies vom AC Taucha (Sachsen) brauchte Timo nur 34 Sekunden, um den Kampf für sich zu entscheiden. Dass er im ersten Kampf gleich den Sieger der Bundessichtungsturniere in Duisburg und Erfurt 2014 ausgeschaltet hat, zeigt die hohe Leistungsdichte der Meisterschaften. Im zweiten Kampf wartete mit Stefan Thiering vom JSV Tübingen (Württemberg) ein alter Bekannter auf den Schweriner. Beim Sichtungsturnier im vergangenen Jahr in Erfurt hatte Timo noch das Nachsehen – jetzt machte er es besser und bezwang den zweiten der Süddeutschen Meisterschaften 30 Sekunden vor Schluss durch eine Würge. „Spätestens da war ich Wettkampf“, erzählt der PSV-Athlet.

Im Viertelfinale war für seinen Gegner Tobias Rosenbaum vom JC Wiesbaden (Hessen) nach 37 Sekunden Endstation – das Halbfinale für Timo erreicht: „Ich wollte natürlich ins Finale, aber ich muss zugeben, dass mein Gegner einfach besser war als ich.“ Alexander Gabler vom JC Rüsselsheim (Hessen) war eine Nummer zu groß für den Schweriner.

Das Finale war weg, die Chance auf Bronze aber noch da. „Ich musste über drei Stunden auf den Kampf warten, hab mich aber im Park draußen vor der Halle gut abgelenkt“, so Timo Acktun. Im entscheidenden Kampf gegen Kevin Müller vom JSV Eilenburg (Sachsen) ließ der PSV-Judoka nichts anbrennen. Nach drei Minuten stand der Podestplatz fest. „Timo hat so viel Betrieb gemacht, dass sein Gegner am Ende in der Festhalte abgeklopft hat. Der war fertig“, zeigte sich Neu-Trainer Uwe Juch sichtlich stolz. „Klar hatte Timo auch etwas Losglück, aber er hat sich super verkauft und einen starken Wettkampf abgeliefert“, so Juch weiter. Nächstes Jahr darf Timo Acktun auch noch in der U18 kämpfen, dann als ältester Jahrgang. Eine weitere Medaille bei Deutschen Meisterschaften gehört zu seinen persönlichen Zielen. Dass er dazu das Zeug hat, hat er in Herne bewiesen.

Nachdem im vergangenen Jahr Aclandt Wendt (jetzt Potsdam) bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der U18 Bronze erkämpfte, ist es nun für die Judoka des PSV Schwerin der zweite Podestplatz in Folge.

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