Fussball : Platz drei ist das Minimalziel

Sebastian Marten und Marcel Grünzer (r.) von den Dreescher Werkstätten spielen ab Sonntag mit der MV-Auswahl bei den deutschen Meisterschaften der Menschen mit geistiger Behinderung um den Titel.
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Sebastian Marten und Marcel Grünzer (r.) von den Dreescher Werkstätten spielen ab Sonntag mit der MV-Auswahl bei den deutschen Meisterschaften der Menschen mit geistiger Behinderung um den Titel.

Schweriner kicken zum wiederholten Male für MV-Auswahl um nationalen Titel der Menschen mit geistiger Behinderung

svz.de von
08. Juni 2016, 23:23 Uhr

Vier Tage noch, dann ist es endlich soweit und das runde Fußball-Leder rollt wieder. Sicherlich, die Europameisterschaft beginnt schon morgen, doch diesem Ereignis fiebern Sebastian Marten und Marcel Grünzer nicht so sehr entgegen, wie ihren eigenen Meisterschaften. Ab dem 12. Juni sind die beiden Mitarbeiter der Dreescher Werkstätten Teil der Landesauswahl Mecklenburg-Vorpommerns, die bei den deutschen Meisterschaften der Menschen mit geistiger Behinderung in Schleswig startet.

Empfohlen haben sich die beiden 33-Jährigen bei Trainer Vernando Reich mit guten Leistungen beim Sichtungsturnier in Neukloster. Ab Sonntag spielen die Landeshauptstädter dann mit anderen Kickern aus ganz MV um den Meistertitel. Das Ziel ist ein Platz unter den ersten drei. „Letztes Jahr sind wir Vierter geworden. Dieses Jahr soll es mindestens einen Platz nach oben gehen“, blickt Sebastian Marten voraus. Deutsche Meisterschaften sind für den groß gewachsenen Verteidiger kein Neuland mehr. „Ich glaube, ich war schon zehn oder elf Mal dabei. Nur zweimal musste ich mit Knieproblemen aussetzen“, so der Staplerfahrer, der nebenbei auch noch beim Schweriner SC tätig ist. Dort trainiert er die E1-Junioren des Vereins und spielt selbst noch für die zweite Männermannschaft. Marcel Grünzer war ebenfalls schon dreimal bei den nationalen Titelkämpfen. „Wir wollen natürlich ein gutes Turnier spielen, doch da kommen ganz schön große Kaliber auf uns zu“, erzählt Fahrzeugaufbereiter Grünzer. Er wird im Sturm eingesetzt – „weil ich klein und flink bin“.

Die EM werden die Fußballfans trotz der eigenen Meisterschaft aber selbstverständlich auch verfolgen. „Am Sonntag ist erst die Anreise. Da können wir Abends auf jeden Fall die Deutschen spielen sehen“, fiebern Marcel und Sebastian auch der „Euro“ entgegen.

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