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Ruder-Nationalmannschaft : Nach den Prüfungen wieder den Sport im Blick

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schweriner Hannes Ocik hat wichtige Schritte zum beruflichen Fortkommen absolviert und will sich wieder für den Deutschland-Achter qualifizieren

Morgen hebt der Flieger mit dem Kader des Deutschlandachters und der U23 an Bord zum ersten Trainingscamp der Ruder-Nationalmannschaft Richtung Portugal ab – ohne seinen vorjährigen Schlagmann Hannes Ocik von der Schweriner Rudergesellschaft. „Ich werde eine Woche später nachreisen“, sagt der Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 2016.

Hannes absolviert noch bis Ende nächster Woche ein Praktikum zur Ausbildung als Polizeimeister in Rostock. Der 26-jährige gebürtige Rostocker gibt zu: „Das erfordert ein hohes Maß an Zeitmanagement, zumal ich den Dienst – auch in der Nacht – mit dem Training auf der Warnow bei Kessin vereinbaren muss.“ Bei 50 Prozent seines sonstigen Übungsumfanges steht der Landeshauptstädter gegenwärtig.

Nach Rio hatte Ocik seine berufliche Ausbildung in den Mittelpunkt gestellt. „Es gibt ja auch eine Zeit nach dem Leistungssport“, sagt er. Die schriftlichen Prüfungen sind geschafft, der praktische Einsatz an der Basis quasi auch: „Es fehlt dann nur noch die mündliche Prüfung Ende März.“ Kein Wunder, dass deshalb für Portugal auch einiges an Material zu deren Vorbereitung mit im Gepäck sein wird.

Ist der Polizeimeister erreicht, will sich Hannes voll auf die neue Saison mit dem Höhepunkt Weltmeisterschaft ab 24. September in Sarasota (US-Bundesstaat Florida) konzentrieren.

„Schnell Anschluss an die Mannschaft finden und natürlich wieder in den neu aufgestellten Achter kommen“, beschreibt er seine Ziele. Wohl wissend, dass die Konkurrenz auf seiner Backbord-Seite immens ist.

Aus dem Rio-Silberachter haben sein früherer Zweierpartner Maximilian Munski (Lübeck), Andreas Kufner (Berlin) und Maximilian Reinelt ihr Ruderblatt für immer in die Ecke gestellt. Eric Johannesen (Hamburg) macht ein Jahr Pause. Neue Sportler wollen deren Plätze einnehmen, den Verbliebenen Druck unterm Rollsitz machen. Darunter ist auch der Rostocker Malte Daberkow. Der Athlet vom ORC gilt als aussichtsreicher Kandidat als Munski-Ersatz für die deutsche Kleinbootmeisterschaft vom 21. bis 23. April in Krefeld. Danach wird Bundestrainer Uwe Bender den Achter nominieren.

Bernd-D. Herold

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