Verbandsliga-Kicker : MSV Pampow verliert Nachholspiel

MSV-Angreifer Peter Waack (Nr. 9) wurde von der Sievershäger Abwehr oft in die Mangel genommen.
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MSV-Angreifer Peter Waack (Nr. 9) wurde von der Sievershäger Abwehr oft in die Mangel genommen.

Verbandsliga-Kicker müssen sich ersatzgeschwächt Landesmeister Sievershäger SV 0:2 geschlagen geben

svz.de von
15. Dezember 2013, 18:43 Uhr

In einem Nachholspiel in der Fußball-Verbandsliga der Männer musste sich der MSV Pampow Vorjahrs-Landesmeister Sievershäger SV 0:2 geschlagen geben. Die Vorzeichen sahen für das Trainergespann Mario Kuska und Björn Hecht vor dem Spiel nicht gerade gut aus, da Kapitän Reis gesperrt war und Witkowski, Rieling, Groth, Brickwedde und Shtanshaev verletzt fehlten. Trainer Mario Kuska: „Das waren natürlich keine optimalen Grundvoraussetzungen für einen Freitag-Abendkracher. Aber was unsere Mannschaft dann abgeliefert hat war phänomenal – das war ein Feuerwerk aus Kampf, Leidenschaft und großem Willen – das war einzigartig und spricht für unser Team und unseren Verein“.

Die ersten Minuten standen die Piraten tief und verengten geschickt die Räume. Eigene Angriffsbemühungen wurden noch zu zaghaft ausgefahren oder im Mann gegen Mann verloren. Zwei gute Möglichkeiten von Waack und Owe blieben zu harmlos. Kurz vor dem Spiel warnte das Trainergespann der Pampower nochmals vor den langen Bällen, welche per Kopf weitergeleitet wurden. In der 30. Minute kam dann der dieser lange Ball von Sievershagen – Stürmer Franke legt per Kopf auf – dann ein Sonntagsschuss in den Winkel und das 1:0 für den SSV. Dieser Schuss hatte gesessen. Nach 5 Minuten hatte sich die Heimelf gefangen und begann permanent, die Zweikämpfe anzunehmen und drückte den SSV immer mehr in die eigene Hälfte. Nach einem schönen Zuspiel vom bärenstarken Frank Owe in den Strafraum verpassten Hecht und Mario den Ausgleichstreffer. So ging es in die Halbzeitpause.

Schon vor dem Anpfiff sorgten die rund 20 mitgereisten Sievershäger Fans für gute Stimmung – aber die Halbzeit wurde von ihnen missbraucht, um die Pampower Gartenwegarena mit Rauchkörpern einzunebeln. Nach siebenminütiger Verspätung konnte dann wieder angepfiffen werden. Der MSV Pampow übernahm sofort das Zepter und zeigte endlich sein wahres Kampfgesicht – Urtugenden des MSV. Angriffswelle über Angriffswelle lief nun auf das Sievershäger Tor zu. Angetrieben von Hasselmann und Hecht setzten sich die Außen Owe und Lierow häufig durch, doch ihre Eingaben konnten Waack, Mario und Hecht nicht nutzen. Auch der stark aufspielende Krischkowski fand mit einem wuchtigen Kopfstoß im Sievershäger Torwart seinen Meister, schließlich rasierte Owes Schuss nur den Pfosten. Insgesamt besaß der MSV Pampow sechs sehr gute Chancen zum Ausgleich bzw. zur Führung. Auch Drews Freistoß-Hammer strich nur knapp am Dreiangel vorbei. Nach einem langen Eröffnungsball des SSV ging es ziemlich schnell und der erste Schuss in der zweiten Halbzeit auf das Pampower Gehäuse war ohne Abwehrchance für MSV-Sclussmann Losereit drin. Trainer Mario Kuska hierzu: „Für alle Freunde von Statistiken, Zahlen, Tabellen und Ergebnissen – vergesst es! Fußball ist eben doch mehr als nur ein 0:2. Danke an unsere Jungs, heute habt ihr gekämpft wie die Löwen.“

Vor dem Spiel wurde der stellvertretende Mannschaftskapitän Enrico Grewe verabschiedet, ein sehr emotionaler Moment für alle Pampower. Björn Hecht dazu: „Enno ist ein Musterfußballer was Trainingsarbeit, Motivation und Kampfkraft angeht. Uns geht aber auch ein Mensch verloren, der sein Herz am richtigen Fleck hat“. Enrico Grewe wird aufgrund eines Studiums die Fußballschuhe an den berühmten Nagel hängen.

Nach Abpfiff kam es zu Ausschreitungen außerhalb der Gartenwegarena. Hierbei gerieten Anhänger des SSV und zu diesem Zeitpunkt eine Gruppe unbekannter Personen, welche der gewalttätigen Fußballszene zuzuordnen sind, aneinander. Nur durch das schnelle Eingreifen der Firma Schwerin Security, der MSV-Ordner und der später hinzugekommenen Polizei konnten beide Lager getrennt werden und die SSV-Anhänger wurden sicher zum Bahnhof begleitet.

MSV Pampow: Losereit – Grewe, Drews, Krischkowski, Silbernagel – Hasselmann, Hecht – Owe, Mario (Adolf), Lierow – Waack (Maaske)

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