Rudern : Mit dem Achter auf der Themse

Hannes Ocik (2. von vorn) steht mit dem Deutschland-Achter auf der Themse vor einer besonderen Herausforderung.
Hannes Ocik (2. von vorn) steht mit dem Deutschland-Achter auf der Themse vor einer besonderen Herausforderung.

Hannes Ocik, Schweriner Schlagmann des Flaggschiffs der deutschen Ruderer, erlebt am Wochenende eine Regatta im K.o.-System

svz.de von
02. Juli 2015, 12:00 Uhr

„Vielleicht haben wir aus der Niederlage gegen Großbritannien beim Weltcup in Varese mehr mitgenommen, als wenn wir knapp knapp gewonnen hätten“, urteilt Hannes Ocik, Schlagmann des Deutschland-Achters, nach dem um ganze 32 Hundertstel verpassten ersten Rang in Italien und lässt gleich eine Kampfansage an die Briten folgen: „Bei dem am Wochenende auf der Themse bei Henley-on-Thames stattfindenden nächsten Aufeinandertreffen wollen wir uns revanchieren.“

Seit 1839 wird die Henley Royal Regatta ausgetragen. Bereits im vergangenen Jahr schnupperte Ocik, zu Hause in der Schweriner Rudergesellschaft, das besondere Flair dieses über 1 Meile und 550 Yards (2112 Meter) gehenden Rennens. Damals hatte er krankheitsbedingt den Sprung in die Nationalmannschaft verpasst, vertrat den Deutschen Ruderverband „nur“ im Vierer.

Die Entscheidung im Achter um den Grand Challenge Cup wird im K.o.-System ausgetragen. Die Breite der Themse lässt auch in den rund 200 anderen Rennen nur zwei Boote zu. „Wir wollen möglichst an die Jahre 2010 und 2011 anknüpfen, als der unter dem Namen ,Hansa von 1898 Dortmund‘ an den Start gegangene Deutschland-Achter siegreich war“, gibt Hannes Ocik als Ziel aus. Er sagt das sicher mit einem Hintergedanken. Wiederum steht ein vorolympisches Jahr an und 2012 schnappte das Team von Bundestrainer Ralf Holtmeyer in London den Briten die Goldene weg. Rio de Janeiro 2016 lässt grüßen...

Holtmeyer und die Besatzung des DRV-Flaggschiffs haben die erste Saisonniederlage von Varese ausgewertet. Der ewige Kontrahent und Weltmeister der beiden letzten Jahre aus Großbritannien hatte nicht nur den besseren Endspurt, es kamen auch noch andere Faktoren hinzu. Dazu Schlagmann Ocik: „Wir sind mit der richtigen Renneinteilung losgefahren. Auf den letzten 500 Metern waren wir uns leider nicht einig, wie wir den Kampf um Platz eins zu Ende fahren sollten. Nun wissen wir, woran wir noch zu arbeiten haben.“

In die gleiche Kerbe haut Steuermann Martin Sauer: „Der Achter rudert bisher stabil auf einem hohen Niveau. Jetzt sind wir aber gefordert uns weiterzuentwickeln.“ Gut zwei Monate vor der WM im französischen Aiguebelette (30. August bis 6. September) werden bei der Henley Royal Regatta sowie eine Woche später auf dem Rotsee bei Luzern die Hannes Ocik & Co. erneut auf dem Prüfstand stehen. An beiden Terminen wird auch Australien, am Sonnabend im ersten Rennen Gegner der deutschen Achter-Crew, vertreten sein.
 

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