Fünf-Seen-Lauf : Läufer meistern Hitzeschlacht

Die Verpflegungsstationen wurden von den Läufern bei den hohen Temperaturen zahlreich angenommen.
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Die Verpflegungsstationen wurden von den Läufern bei den hohen Temperaturen zahlreich angenommen.

Trotz hoher Temperaturen verbuchte der 31. Schweriner Fünf-Seen-Lauf weniger Ausfälle als erwartet.

svz.de von
05. Juli 2015, 21:00 Uhr

Es doch verrückt. Da zeigte das Thermometer schon kurz nach neun Uhr fast 30 Grad Celsius und trotzdem machten sich 2579 Teilnehmer beim 31. Schweriner Fünf-Seen-Lauf auf den Weg, um an den fünf namensgebenden Seen entlang zu laufen. Reinspringen wäre doch eigentlich die bessere Alternative gewesen.

Ohne Stadionbrücke, dafür mit Straßensperrung der Ludwigsluster Chaussee, zeigte sich der Fünf-Seen-Lauf wieder von seiner besten Seite. Die Läuferinnen und Läufer aus dem In- und Ausland zeigten sich in der Hitzeschlacht gut vorbereitet und genossen trotz der hohen Temperaturen die malerisch schöne Strecke. „Wir haben mit mehr Problemfällen gerechnet aber es sind wohl weniger Läufer ausgefallen als sonst. Die Läufer haben die Warnungen ernst genommen“, stellte Dr. Jörg Allrich, leitender Notarzt der Rettungsleitstelle Westmecklenburg, erfreulich fest.

Trotz seiner langen Geschichte und Tradition lockt die Volksveranstaltung noch immer neue Sportler an. So auch die drei Hamburgerinnen Britta Poehls, Heide Först und Iris Gierke: „Wir haben schon öfter von diesem Lauf gehört und wollen endlich einmal mitmachen“, zeigten sie sich vor dem Start zuversichtlich. Die 15 gelaufenen Kilometer haben ihre Meinung anschließend noch bestärkt. „Ein toller Lauf ist das hier. Überall waren nette Leute an der Strecke. So macht das Spaß“, freute sich Heide Först im Ziel in den Lankower Bergen. Die mussten in diesem Jahr übrigens nicht überwunden werden. Die Strecke führte aufgrund der warmen Temperaturen nicht wie gewohnt über die Berge und den legendären „Pickel“, sondern am Ufer des Lankower Sees entlang.

Die Gewinner der Hauptläufe über 30 Kilometer waren in der Mittagssonne keine Unbekannten. Bianca Stanienda freute sich im Ziel bei ihrem fünften Start über den fünften Gesamterfolg. Seinen vierten Erfolg feierte der Schweriner Philipp Baar. Der 23-jährige Student (studiert in Texas, USA) war sonst immer über die 10 Kilometer erfolgreich, lief in diesem Jahr aber den langen Kanten. „Für mich war das ein gutes Training unter Wettkampfbedingungen. Bei der Hitze ist es schwer, eine gute Zeit zu laufen“, so Baar nach dem Rennen.

Der Sieger über die 15 Kilometer kam aus Berlin. Karsten Blume lieferte sich mit dem Schweriner Tony Qualmann auf den letzten Kilometern ein spannendes Rennen: „Mal hat er angezogen, dann ich wieder. Irgendwann konnte ich mich dann ein bisschen absetzen.“ Damit hatte sich der Berliner ein verspätetes Geburtstagsgeschenk gemacht. „Am Freitag bin ich 26 geworden, am Sonnabend musste ich um 4:45 aufstehen, um hierher zu kommen. Aber es hat sich gelohnt“, freute sich Blume über seinen zweiten Fünf-Seen-Lauf. Chef-Organisator Dietmar Büch war am Nachmittag ebenfalls zufrieden: „Bis jetzt hat alles reibungslos geklappt. Auch die gesperrte Straße hat keine Probleme gemacht. Ein Dank geht an die Stadt, dass sie uns da keine Steine in den Weg gelegt hat. Im nächsten Jahr starten wir wieder um 9 Uhr.“ Dafür wird in der 32. Ausgabe die alte Scantechnik nicht mehr zum Einsatz kommen – eine neue Messtechnik soll eingeführt werden. Über den „Pickel“ müssen aber alle Starter 2016 wieder rüber. Eigentlich verrückt, denn wer quält sich da freiwillig hoch? Vermutlich wieder mehr als 2500 Sportbegeisterte.

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