Handball : Körperlichen Vorteil nutzen

Für Kapitänin Hanna Klingenberg und die A-Juniorinnen des SV Grün-Weiß Schwerin wird es in der Bundesliga wieder ernst. Zu Gast in der Halle an der Reiferbahn ist der BVB Dortmund.
Für Kapitänin Hanna Klingenberg und die A-Juniorinnen des SV Grün-Weiß Schwerin wird es in der Bundesliga wieder ernst. Zu Gast in der Halle an der Reiferbahn ist der BVB Dortmund.

A-Juniorinnen des SV Grün-Weiß Schwerin empfangen in der Bundesliga morgen den BVB Dortmund

svz.de von
01. Februar 2018, 23:08 Uhr

Den A-Juniorinnen des SV Grün-Weiß Schwerin steht morgen in der eigenen Halle an der Reiferbahn kein leichtes Handball-Spiel bevor. Was ist allerdings schon leicht in einem Achtelfinale – noch dazu in der Bundesliga. Um 14 Uhr empfängt der SV Grün-Weiß um Mannschaftskapitänin Hanna Klingenberg den BVB Dortmund zum zweiten Zwischenrundenspiel. Und dabei geht es für die Schwerinerinnen wieder gegen zahlreiche Nachwuchsnationalspielerinnen.

Bereits vor zwei Wochen, als die Grün-Weißen beim HC Leipzig zum ersten Achtelfinal-Spiel antraten, sahen sie sich einer Reihe von Jung-Nationalspielerinnen gegenüber. So befinden sich jeweils sechs Dortmunderinnen und sechs Leipzigerinnen im aktuellen deutschen U18-Kader für die Jugend-WM im August 2018. Und so schafften es die Schwerinerinnen in Leipzig zwar, das Spiel 40 Minuten lang auf Augenhöhe zu gestalten, am Ende mussten sie sich aber doch deutlich mit 18:26 geschlagen geben. Der morgige Gegner aus Dortmund musste sich dem HC Leipzig ebenfalls geschlagen geben und unterlag zu Hause mit 30:34. So hat das Team aus Sachsen das Viertelfinale bereits vorzeitig erreicht und kann morgen mit einem Sieg in Allensbach den ersten Platz in der Gruppe klar machen.

So richtig in den Zeitplan passt Schwerins Trainer Tilo Labs die Begegnung morgen gegen Dortmund nicht. „Einige Spielerinnen von uns stecken mitten im Vorabi-Stress und zeitgleich beginnen an diesem Wochenende dann auch die Winterferien. Das ist für uns alles andere als optimal“, erklärt Labs die Problematik. „Jammern“ gilt aber nicht, soll die noch bestehende Chance auf das Viertelfinale genutzt werden. Volle Konzentration ist gefragt. „Natürlich müssen wir auch handballerisch überzeugen, allerdings wollen wir auch unseren körperlichen Vorteil gegenüber den teilweise jüngeren Dortmunderinnen ausnutzen und so zum Erfolg kommen“, gibt Trainer Labs die Marschroute vor.

Am vergangenen Sonntag haben die A-Juniorinnen mit dem Frauen-Team in der dritten Liga auf jeden Fall Selbstvertrauen getankt. In Oyten gelang den Grün-Weißen beim 25:23 der erste Sieg 2018. Den Schwung wollen die A-Jugendlichen natürlich gern gegen Dortmund mitnehmen. Bei einem Sieg gegen die Mannschaft aus dem Ruhrpott hätten die Schwerinerinnen am 24. Februar in Allensbach am Bodensee im letzten Zwischenrundenspiel eine Chance auf den Viertelfinaleinzug. Bei einer Niederlage morgen würde es lediglich noch um Rang drei gehen.

Gewissheit haben die Schweriner Mädels aber erst nach den 60 gespielten Minuten vor heimischen Publikum. Eine leichte Aufgabe wollen sie auch für die BVB-Talente nicht sein – werden sie wohl auch nicht. Einfache Spiele gibt es im Bundesliga-Achtelfinale ja nicht mehr.




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