SSC : Klarer Sieg mit engen Sätzen

SSC gewinnt auch zweites Spiel der Titel-Finalserie gegen Stuttgart: In ausverkaufter Palmberg-Arena heißt es 3:0

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25. April 2018, 22:22 Uhr

Die SSC-Volleyballerinnen sind  nur noch einen Schritt von der Verteidigung ihres deutschen Meistertitels entfernt. Vor 2000 begeistert mitgehenden Fans in der ausverkauften heimischen Palmberg-Arena bezwang die Mannschaft von Trainer Felix Koslowski gestern Abend auch im zweiten Spiel der Finalserie  Allianz MTV Stuttgart. Nach dem Auswärts-3:2 zum Auftakt am Sonnabend  erkämpfte sich der Meister gestern in 84 Spielminuten trotz starker Gegenwehr ein glattes 3:0 (22, 21, 24). Ein Sieg fehlt dem Meister nur noch, um die „best of five“-Serie um den Titel erneut für sich zu entscheiden. Und dafür bleiben drei Spiele  Zeit.

Keine Zeit ließen die SSC-Mädels gestern unnütz verstreichen. Gleich mit dem ersten Aufschlag erwischte Jennifer Geerties Stuttgarts Renata Sandor kalt. Obwohl unmittelbar danach Gréta Szakmáry – auf die sich der MTV weitaus besser eingestellt hatte als in der ersten Partie – mit ihrem Angriff im Block hängenblieb, setzte sich der SSC peu à peu auf 12:7 ab. Doch dann verließ der Satz die scheinbar vorgezeichnete Bahn.   Stuttgart kämpfte sich heran, glich zum 16:16 und nach einem weiteren 17:20-Rückstand nochmals zum 20:20 aus. Doch dann zeigte der SSC seine sattsam bekannten Crunchtime-Qualitäten, sprich seine Stärke in der  entscheidenden Phase des Satzes. Und wiederum war es – wie schon beim allerletzten Ballwechsel des ersten Duells vier Tage zuvor – Zuspielerin Denise Hanke, die in Angreifermanier den ersten Satzball zum 25:22 verwandelte.

Nun war der MTV  von der Rolle. Schnell lag er im zweiten Satz mit 2:9 hinten und schien einem Debakel entgegenzuschlittern.  Louisa Lippmann, mit 15 Punkten gemeinsam mit Stuttgarts Molly McCage Topscorerin und wie diese als Beste ihrer Mannschaft geehrt, hatte in ihrer Serie von sechs starken Aufschlägen gleich zwei Asse dazu beigesteuert.

Doch Felix Koslowski hatte nicht umsonst ein Spiel auf Augenhöhe vorhergesagt. Und spätestens, als der  SSC mit 15:16 (!) in die zweite technische Auszeit musste, sah sich der Coach vollauf bestätigt. Bis zum 18:20 ging es weiter in die falsche Richtung. Aber dann kam ja wieder die Crunchtime. Und diesmal war es Jelena Oluic, die mit dem 25:21 den Schlusspunkt setzte.

Der dritte Satz wogte quasi bis zur Halbzeit hin und her, ehe sich der SSC auf 19:14 absetzen konnte. Vorentscheidend absetzen? Pustekuchen! Wieder robbten sich die Gäste heran, nach dem zweiten vergebenen Matchball des  SSC auf 24:24 und damit also wiederum auf Augenhöhe. Doch dann versenkten nacheinander Beta Dumancic und Martenne Bettendorf zwei gerade noch von Stuttgart übers Netz gebrachte Bälle postwendend zum 25:24 und 26:24.

SSC Palmberg Schwerin - Allianz MTV Stuttgart 3:0  (22, 21, 24)
SSC: Geerties, Barfield, Lippmann, Szakmáry, Dumancic, Hanke – Carocci; Oluic, Alanko, Bettendorf.
SR: Fattah/Steinmetz (Berlin/Loxstedt).  Z.: 2000 (ausverkauft). Spieldauer: 84 min (27, 27, 30). Zwischenstände, 1. Satz: 8:4, 16:15, 21:20; 2. Satz: 8:2, 15:16, 21:20;  3. Satz: 7:8, 16:13, 21:17.
Beste Spielerinnen: Louisa Lippmann (SSC), Mallory McCage (MTV).

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