Fussball : Keine Punkte beim Oberliga-Debüt

Den knallharten Freistoß von Zehlendorfs Dombrowe wehrte MSV-Torwart Losereit (l.) noch zur Ecke ab. Die brachte dann aber die Berliner Führung.
Den knallharten Freistoß von Zehlendorfs Dombrowe wehrte MSV-Torwart Losereit (l.) noch zur Ecke ab. Die brachte dann aber die Berliner Führung.

MSV Pampow verliert zum Liga-Start gegen Hertha Zehlendorf mit 1:2

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04. August 2019, 18:03 Uhr

Man muss in der Statistik schon sehr weit zurückgehen, um eine Niederlage des MSV Pampow an einem ersten Spieltag zu finden. Vor neun Jahren mussten sich die Westmecklenburger als Liga-Neuling in der Verbandsliga im ersten Pflichtspiel geschlagen geben. Damals unterlag Pampow dem FC Schönberg mit 0:1. Die Geschichte hat sich am Samstagabend nun wiederholt. Wieder trat der MSV als Liga-Neuling an und wieder verließ man denkbar knapp als Verlierer den Platz. So wirklich unzufrieden musste Pampow bei seinem Oberliga-Debüt und der 1:2-Niederlage gegen Hertha Zehlendorf am Ende aber nicht sein, lieferten die Hausherren doch eine ordentliche Partie ab.

Die 472 Zuschauer sahen von Beginn an ein temporeiches Spiel, in dem die Gäste um Spielstruktur bemüht waren und die Hausherren zunächst auf Umschaltsituationen lauerten. Nach der Anfangsviertelstunde traute sich Pampow mehr zu, agierte aber noch zu ungenau. Der Favorit aus Berlin erarbeitete sich zunächst keine richtigen Chancen und war nur über einen Freistoß so richtig gefährlich, den MSV-Torwart Ronny Losereit aber stark zur Ecke parierte. Die sorgte dann allerdings für den ersten Oberliga-Gegentreffer für den MSV. Zwei-Meter-Riese Lenny Stein köpfte zum 1:0 für die Herthaner ein (21.) Und während sich Pampow erst einmal mit der neuen Situation zurecht finden musste, fand Berlins Phil Butendeich Stürmer Sebastian Huke, der sich frei vor Losereit nicht zweimal bitten ließ und zum 2:0 einschob (25.). Hertha Zehlendorf hätte kurz darauf die Partie bereits entscheiden können, doch Butendeichs Heber fand nicht den Weg ins Tor (27.). „In der ersten Halbzeit haben wir zwei, drei Mal richtig Glück, dass Hertha nicht schon höher führt. Da riskiert Ronny Losereit zwei, drei Mal Kopf und Kragen“, fasste Pampows Trainer den ersten Durchgang zusammen und ergänzte: „Wir haben dann besser ins Spiel gefunden.“

Nachdem Marvin Runge mit einem Kopfball zunächst den Pfosten streifte, gewann wenig später Johannes Ernst einen wichtigen Zweikampf im Mittelfeld und schippte anschließend den Ball zum startenden Evgeni Pataman. Der bewies vor dem herausstürmenden Hertha-Keeper Stein einen kühlen Kopf und hob den Ball zum 1:2 ins Tor. „Das war hier ein ganz anderes Tempo, eine ganz andere technische Qualität der Gegner und damit mussten wir auch erst einmal klar kommen. Der Anschlusstreffer kurz vor der Halbzeit war natürlich wichtig für uns“, befand auch Trainer Stamer, dessen Mannschaft im zweiten Durchgang selbstbewusster Auftrat und kaum noch Chancen der Herthaner zuließ.

Lediglich einmal musste Keeper Losereit nochmals richtig eingreifen, als er den Schuss vom freistehenden Zihni Hirik richtig stark parierte (59.). In der letzten halben Stunde versuchten die Hausherren nochmals, Druck aufzubauen, kamen aber lediglich zu einem guten Kopfball von Ernst, der sein Ziel knapp verfehlte. „Mit einem bisschen mehr Glück, nutzen wir unsere Standardsituationen besser. Am Ende haben wir aber verdient verloren, obwohl es auch ein bisschen schade ist. Ich hätte den Jungs ein Unentschieden gegönnt, bin mit einer 1:2-Niederlage gegen den Tabellenvierten der Vorsaison aber auch nicht unzufrieden“, so Ronny Stamer weiter.

So ein bisschen weiß man jetzt beim MSV Pampow, was auf sie in der Oberliga zukommt. Der erste Auftritt macht allerdings Mut, die ersten Punkte werden sicherlich nicht lange auf sich warten lassen müssen. In der Saison 2010/11, der ersten in der Verbandsliga, wurde der MSV trotz der Auftaktniederlage am Ende übrigens Sechster. Diese Geschichte darf sich dann, ebenso wie die Niederlage am ersten Spieltag, gern wiederholen.

MSV Pampow: Losereit – Labrenz, Drews, Looks, Reis – Runge, Finke, Bohmann, Schnabl (79. Finkenstein) – Pataman, Ernst (77. Dudiev).

Tore: 0:1 (21.) Stein; 0:2 (25.) Huke; 1:2 (45.) Pataman.

Zuschauer: 472.

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