Handball : Kein Sieger im Aufsteigerduell

In diesem Kellerduell wurde kein Ball verloren gegeben: Schwerins Kim Dehling (unten) und Warrenbeks Anne Zellmer im Bodenkampf
In diesem Kellerduell wurde kein Ball verloren gegeben: Schwerins Kim Dehling (unten) und Warrenbeks Anne Zellmer im Bodenkampf

Handball 3. Liga, Frauen: TSV Wattenbek – SV Grün-Weiß Schwerin 28:28 (13:15)

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27. November 2017, 23:35 Uhr

Die Handballerinnen des SV Grün-Weiß Schwerin haben in der dritten Liga ihren siebten Punkt geholt – mussten sich im Duell der Aufsteiger beim TSV Wattenbek aber mit einem 28:28-Remis begnügen. Also eigentlich einen weiteren Punkt verloren?

„Dazu ein klares Nein“, sagte Schwerins Trainer Tilo Labs nach dem Spiel, „auch wenn es sich für mich und auch die Mädels zunächst so anfühlte. Wenn uns aber vor dem Spiel einer einen Punkt angeboten hätte, hätten wir ihn gern genommen. Trotzdem war wieder einmal mehr drin.“ Tatsächlich hatten die Schwerinerinnen das Spiel eigentlich 50 Minuten lang im Griff, versäumten es jedoch in der Zeit mehrfach, den Sack einfach zu zumachen.

Lediglich in den ersten Minuten der Partie führten die Gastgeberinnen (2:0 und 3:1), danach übernahmen die Grün-Weißen das Zepter, gingen in Führung und gaben sie zunächst bis zur Halbzeit nicht mehr her (15:13). Die Kombinationen funktionierten, lediglich am Abschluss haperte es. Mehrere Pfostenwürfe sowie überhastete Aktionen führten dazu, dass Wattenbek immer auf Tuchfühlung blieb.

In den zweiten 30 Minuten war der Gastgeber zunächst wacher und glich, allerdings in Überzahl, mit zwei Toren in Folge aus, ehe Tilo Labs Mannschaft ihrerseits zwei schöne Tore durch Steffi Laas nachlegte. So ging es munter weiter, der TSV war immer dran, ohne jedoch einmal in Führung zu gehen. Beim 20:17 war es wieder ein kleiner Vorsprung für Grün-Weiß zu einem Zeitpunkt, wo schon eine Vorentscheidung hätte fallen können – ebenso beim 24:21. Statt eines weiteren Tores für Schwerin kämpfte sich Wattenbek aber immer wieder heran und machte so das Spiel spannend. Auch als dann nach 57 Minuten Constanze Pötzsch zu 28:26 traf, war mitnichten eine Vorentscheidung gefallen.

Nach einer unnötigen Zeitstrafe gegen Nina Fischer war Schwerin in Unterzahl, musste in der 59. Minute noch den Ausgleich hinnehmen und in den letzten Sekunden sogar noch um den Sieg bangen, als Wattenbeks beste Spielerin Janina Harms einen direkten 9-Meter neben das Tor warf. „Ich glaube, wenn die Mädels erst einmal eine Nacht drüber geschlafen haben, werden sie auch ein gerechtes Remis sehen, auch wenn sie jetzt sehr enttäuscht sind“, so Tilo Labs kurz nach Spielschluss.

Damit stehen die Landeshauptstädterinnen vor dem letzten Spieltag der Hinrunde – Grün-Weiß empfängt am 16.12. den Frankfurter HC – weiter auf dem achten Tabellenplatz.

Grün-Weiß Schwerin: Klasen, Huysmann; Schmidtke 1, Laas 6, Dehling 5, Wichmann, Slomka 2, Nawrot, Lück, Fischer 2, Jantzen, Wolter 6/3, Pötzsch 4, Klingenberg 2.


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