Handball : Jetzt mit Anstand aus der Bundesliga verabschieden

So richtig zum „Zupacken“ kam die Grün-Weiß-Defensive, wie hier mit Kim Dehling (l.) und Lisa Slomka (2.v.r.), selten. Zu oft gelangen den Gästen aus Dortmund einfache Tore.  Fotos: Dietmar Albrecht
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So richtig zum „Zupacken“ kam die Grün-Weiß-Defensive, wie hier mit Kim Dehling (l.) und Lisa Slomka (2.v.r.), selten. Zu oft gelangen den Gästen aus Dortmund einfache Tore. Fotos: Dietmar Albrecht

A-Jugend des SV Grün-Weiß Schwerin verliert gegen Dortmund mit 25:35 (14:18)

svz.de von
04. Februar 2018, 23:39 Uhr

Der Traum, erstmals in der Geschichte des Vereins ins Viertelfinale der Jugend-Bundesliga einzuziehen, ist am Sonnabend für die A-Juniorinnen aus Schwerin mit einer deutlichen 25:35-Niederlagen gegen den BVB Dortmund geplatzt.

Dass es schwer werden würde, gegen die mit Nachwuchsnationalspielerinnen gespickte Dortmunder Mannschaft zu bestehen, dass wussten sie beim SV Grün-Weiß Schwerin. Einen perfekten Tag hätte es also gebraucht, doch daraus wurde nichts. Nachdem Nina Fischer mit dem 1:0 und Hanna Klingenberg mit 2:1 für die beiden einzigen Schweriner Führungen gesorgt hatten, sahen sich die Gastgeberinnen schnell beim 3:6 (10.) mit drei Toren in Rückstand. „Wir haben ein bisschen die Anfangsphase vertrödelt und hatten auch ein bisschen Pech mit Pfosten- und Lattentreffern“, erklärte Rückraumspielerin Hannah Jantzen, warum die Grün-Weißen in der gut besuchten Reiferbahnhalle früh zurücklagen. In der Folge schaffte es das Team von Trainer Tilo Labs zwar immer wieder, den Rückstand nicht größer werden zu lassen, allerdings blieb Schwerin der Anschluss- oder Ausgleichstreffer immer verwehrt. So ging es mit einem 14:18 in die Pause.

Im zweiten Durchgang hatten sich die Landeshauptstädterinnen viel vorgenommen, einzig Gegner Dortmund spielte da nicht richtig mit. Immer wieder schafften es die Gäste, spielerisch leicht zum Torerfolg zu kommen. Vor allem die Rückraumspielerinnen Vanessa Brandt (zwölf Tore) und Malina Michalczik (acht Tore) haben die Schweriner Mädels nie in den Griff bekommen. „Wir wollten zu Beginn des Spiels offensiver verteidigen, um Dortmund ein wenig zu überraschen. Das hat aber nicht geklappt. Nach der Pause haben wir uns umgestellt, viel gebracht hat das aber nicht“, so Jantzen. Spätestens beim 25:19 (45.) für den BVB war allen klar, dass die Westfalen nicht zu schlagen sein werden. Beim 20:30 (50.) lag Grün-Weiß erstmals mit zehn Toren zurück. Dabei ist es am Ende mit dem 25:35 auch geblieben.

„Für einige ist es ja das letzte Jahr in der Bundesliga. Wir wollen zum Abschluss in Allensbach noch einmal ein geiles Spiel abliefern, mit allem was dazu gehört“, sagte Hannah Jantzen nach Spielschluss und wünscht sich nun, am letzten Spieltag einen Schweriner Sieg. Vor allem für Kim Dehling, Lisa Lorenz, Hannah Jantzen, Hanna Klingenberg, Sophie Huysmann und Pia Hahm gilt es jetzt, sich mit Anstand aus der Jugend-Bundesliga zu verabschieden. Gelegenheit dazu haben sie am 24. Februar, wenn es am Bodensee zwischen Allensbach und Schwerin zumindest noch um Platz drei in der Gruppe geht.

SV Grün-Weiß Schwerin: Huysmann, Groth – Klingenberg 3, Dehling 5/2, Slomka 4, Meinke 1, Schulz, Dolke, Bast 2, Fischer 2, Jantzen 6, Rassau 1, Lorenz 1.

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