Fussball : Irres Spiel beim TSV Graal-Müritz

Während die Dynamos im Hintergrund ihren Sieg bejubeln, herrscht beim TSV Graal-Müritz etwas Ratlosigkeit, wie dieses Spiel verloren gehen konnte.
Während die Dynamos im Hintergrund ihren Sieg bejubeln, herrscht beim TSV Graal-Müritz etwas Ratlosigkeit, wie dieses Spiel verloren gehen konnte.

Landesliga: Dynamo Schwerin gewinnt turbulente Partie an der Ostseeküste mit 6:4 (3:3)

svz.de von
08. April 2019, 23:31 Uhr

Vielleicht war es ganz gut, dass Dynamos Trainer Maik Aumann die Reise zum TSV Graal-Müritz nicht mit antrat, legte seine Mannschaft doch ein absolut schwaches Zweikampfverhalten an den Tag, welches den Coach mit Sicherheit zur Weißglut gebracht hätte. Vielleicht wäre die Anwesenheit von Aumann aber auch gerade richtig gewesen, hätte sich seine Mannschaft dann doch mehr in die Zweikämpfe geworfen. Am Ende wird es den Schwerinern egal sein, zeigten sie doch zumindest im Abschluss volle Entschlossenheit und verließen daher auch den Platz in einem irren Spiel mit 6:4 als Sieger.

Die Dynamos verpennten die ersten Minuten regelrecht, lagen nach acht Minuten mit 0:1, nach zehn Minuten gar mit 0:2 zurück. SGD-Torwart Sven Scharnitzki schwor seine Vorderleute neu ein, die mit gereisten Fans peitschten ihre Mannschaft nach vorn. So verkürzte Nicklas Klingberg aus Nahdistanz auf 1:2 (22.), Marcel Grube glich nach einer Ecke per Kopf zum 2:2 aus (30.). Damit nicht genug köpfte nur drei Minuten später Leon Lingk eine Flanke zum 3:2 für die Schweriner ein – das Spiel war gedreht.

Danach ließen sich die Gäste aus unerklärlichen Gründen erneut den Schneid abkaufen. Noch vor der Pause glich Graal-Müritz zum 3:3 aus (43.). Glück für Schwerin, dass die Hausherren die nächste richtig gute Möglichkeit nicht nutzten und es zur Pause beim Unentschieden blieb.

Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischte erneut Graal-Müritz. Verpasste es aber, ein Tor nachzulegen. So waren es die Schweriner, die als erste Mannschaft Tor Nummer vier erzielten. Klingberg umkurvte nach Pass von Florian Hillmer den Torwart der Hausherren und schob zum 4:3 (71.). Lediglich eine Minute später jubelte wieder Graal-Müritz, 4:4. Kurz darauf waren die Dynamos wieder etwas im Glück, Scharnitzki war vor Clemens Harms am Ball und schoss ihn so an, dass das Spielgerät ans Außennetz ging. Anders auf der Gegenseite: Bei einem Schweriner Einwurf schien die Situation schon bereinigt, Graal-Müritz ließ sich beim Rausschlagen des Balles jedoch zu viel Zeit, Klingberg sprintete dazwischen und traf zum 5:4 (82.). Für den Endstand sorgte eine Minute vor Schluss Kapitän Grube, der erneut per Kopf zum 6:4 zur Stelle war.

„Zu Beginn des Spiel fühlte ich mich so ein bisschen wie im falschen Film. Nach dem 0:2 habe ich aber wohl die richtigen Worte gefunden. Als ich in der Halbzeitpause dann in die Augen der Spieler sah, war ich überzeugt, dass wir gewinnen. Einige unserer Spieler hatten nicht ihren besten Tag, daher bin ich happy, dass wir das als Team kompensiert haben“, fasste Dynamos Torwart Sven Scharnitzki die turbulente Partie kurz und knapp zusammen.

SG Dynamo Schwerin: Scharnitzki - Brüggert (61. Arnheim), Grube, Tarnow, Mehrkühler - Lingk (83. A. Pataman), Krejci, Hillmer, Berger, Franke - Klingberg (90. Nebel).



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