Handball : Im Derby die Oberhand behalten

Linksaußen Alicia Panzer traf gegen Neubrandenburg zweimal für Grün-Weiß. Trainer Andreas Sarakewitz wünscht sich aber noch mehr Torgefahr von den Außenpositionen.
Linksaußen Alicia Panzer traf gegen Neubrandenburg zweimal für Grün-Weiß. Trainer Andreas Sarakewitz wünscht sich aber noch mehr Torgefahr von den Außenpositionen.

Ostsee-Spree-Oberliga: SV Grün-Weiß Schwerin – Fortuna Neubrandenburg 30:28 (17:16)

svz.de von
23. November 2015, 18:22 Uhr

Dank eines 30:28-Arbeitssieges gegen Fortuna Neubrandenburg bleiben die Handballdamen des SV Grün-Weiß Schwerin in der Ostsee-Spree-Oberliga auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze.

„So dramatisch und knapp wollten wir es am Ende eigentlich nicht machen“, resümierte Grün-Weiß-Trainer Andreas Sarakewitz nach dem Spiel. Mit tatkräftiger Unterstützung aus der zweiten Mannschaft und der eigenen A-Jugend verschliefen die Gastgeberinnen die ersten Minuten der Partie völlig – lagen bereits nach fünf Minuten mit 1:5 hinten. Und doch besannen sie sich dann und fingen endlich an, Handball zu spielen. Aileen Lück, Alicia Panzer und Steffi Laas konterten fast im Alleingang und machten aus dem Rückstand nach 15 Minuten wieder ein ausgeglichenes Spiel (7:7). Absetzen konnte sich Schwerin aber nicht, lief stattdessen fast ständig einem Rückstand hinterher (9:12). Quasi erst in den letzten fünf Minuten wurde der 17:16-Halbzeitstand herausgeworfen, besser noch, herausgearbeitet.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit schien Schwerin besser zu werden, erhöhte die Schlagfrequenz und auch den Vorsprung auf 19:16. Allerdings ließ die Antwort der Gäste nicht lange auf sich warten, drei Tore in Folge und der Ausgleich war wieder hergestellt. Torfrau Andrea Klasen mit starken Paraden sowie Adriana Celka, die eine gute zweite Halbzeit spielte und sieben Tore erzielte, waren in dieser Phase des Spiels wichtige Stützen des SV Grün-Weiß. Aufopferungsvoll kämpfende Fortuna-Spielerinnen kamen aber immer wieder zu einfachen Toren über die Außenpositionen, so dass es ein enges Spiel blieb (21:21, 23:23, 25:23, 26:26). „Gerade über die Außenpositionen haben wir zu viel zugelassen, da müssen unsere Youngster noch cleverer werden. Andererseits kommt im Angriff noch zu wenig über diese Positionen. Da werden wir weiter dran arbeiten müssen,“ nimmt Trainer Sarakewitz auch seine jungen Spielerinnen in die Pflicht.

Die Spannung des Spiels war auch bei den Fans spürbar, zumal nach 59 Minuten immer noch ein Unentschieden auf der Anzeigetafel stand (28:28). Am Ende stand Neubrandenburg aber mit leeren Händen da, denn Cindy Plüm und Steffi Laas trafen nochmals für Schwerin und machten so den knappen Heimerfolg perfekt.

Die Grün-Weiß-Damen wahren damit ihre weiße Heimweste und bleiben auf Schlagdistanz zu den Spitzenteams. Am kommenden Wochenende gilt es, Farbe zu bekennen. Grün-Weiß gastiert dann beim Spitzenreiter BFC Preussen Berlin. Nur wer da gewinnt, kann ein Wort im Aufstiegsrennen mitreden.

Grün-Weiß Schwerin: Klasen, Huysmann; Laas 8, Wichmann, Dube, Nawrot, Lück 4, Evangelidou, Wolter 6, Panzer 2, Jantzen, Wieck, Celka 9/3, Plüm 1.


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